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Pläne für BRT werden jetzt vorangetrieben

Stadt nennt inzwischen 41 Millionen Euro an Investitionskosten für Infrastruktur – OB drängt Landkreis, das Bahnhofsumfeld zu planen

Informationsfahrt des Gemeinderats LB nach StraßburgTram, öffentlicher Nahverkehr, Gelenkbus, BustransitBRT, BHLS. Foto: map
Informationsfahrt des Gemeinderats LB nach StraßburgTram, öffentlicher Nahverkehr, Gelenkbus, BustransitBRT, BHLS. Foto: map

Die BRT-Schnellbusse sind ein Teil der im Ministerium getroffenen Vereinbarung mit Landkreis und Nachbarkommunen. Sie sollen ergänzend oder im Vorlauf zur Stadtbahn auf die Straße. Ludwigsburg treibt die Planungen weiter voran.

Die Strecke führt von der Weststadt über den Bahnhof in die Oststadt und weiter bis nach Neckargröningen. Für die Trasse hat Ludwigsburg 13,5 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt, ein Betrag, der nicht unumstritten war. Vor allem den Grünen und SPD fehlten konkrete Angaben, wofür dieses Geld benötigt wird.

Die Ausgaben für die BRT-Trasse werden auf 41 Millionen Euro geschätzt, wie die Stadt gestern mitteilte. 50 Prozent der Kosten erhofft man sich vom Land, dafür wird ein Förderantrag gestellt. 20,5 Millionen Euro müssten Landkreis und Kommunen stemmen. Davon entfallen 10,25 Millionen nach Auffassung der Stadt auf den Landkreis.

Anders als in unserer Samstagsausgabe berichtet, geht die Stadt nicht von 80 Millionen Euro Gesamtkosten aus – ein Betrag, der zunächst auf die Frage nach den Kosten für den BRT genannt worden war. Allerdings habe er, wie OB Werner Spec gestern darlegte, die Kosten für die ursprünglich vorgesehene Reaktivierung der Schienenstrecke mit Elektrozügen mit eingeschlossen. Dies sei missverstanden worden.

Bei den Ausgaben handelt es sich vor allem um Investitionen in neue Busspuren und in den Ausbau der Haltestellen. Außerdem soll eine Ladeinfrastruktur für eine E-Fahrzeugflotte aufgebaut werden. Auch die Ampeln müssen, um die Busse zu bevorrechtigen, angepasst werden. Noch sind es vorläufige Zahlen, eine „belastbare Kostenschätzung“ könne erst nach Abschluss der Entwurfsplanung genannt werden, teilt die Verwaltung mit.

Ein weiterer Aspekt in der Nahverkehrsplanung sollte, so der Ludwigsburger OB, zeitnah angegangen werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung weist er darauf hin, dass für die Stadtbahn die Trassenführung am Bahnhof geklärt werden müsse. Hier sei der Landkreis gefordert. Denn für die Trasse wären Grundstücke notwendig, die die Bahn vor kurzem verkauft hat – und zwar an den Eigentümer des Bahnhofsgebäudes. Der Immobilienfonds Doblinger beabsichtigt, dort eventuell ein Parkhaus zu bauen.

Die Stadt habe für diese Böschung vorsorglich ein Vorkaufsrecht ausgeübt, so OB Spec. Um den öffentlichen Bedarf nachweisen zu können, benötige die Stadt entsprechende Planungen des Landkreises für die Stadtbahn. Ansonsten habe man keine Handhabe mehr, um die Trasse freizuhalten.

Auf Nachfrage teilt das Landratsamt mit, dass der Nachweis der grundsätzlichen Machbarkeit der Trassierung im Bahnhofsumfeld in der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2015 erbracht worden sei. Detailfragen würden in den jetzt anstehenden Planungsschritten geklärt. „Soweit die Stadt Ludwigsburg die Mithilfe des Landkreises für die Ausübung des Vorkaufsrechts im Bahnhofsumfeld benötigt, werden wir die Stadt selbstverständlich unterstützen“, teilt der Pressesprecher des Landkreises mit.

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