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Kinderfasnet

Rektorin wird zur Gangster-Lady

Faschingsumzug der Schulkinder mit den Schlehbeuchern macht auch im Pflegeheim Kleeblatt Halt

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Mehr als 300 Schulkinder machten Oberstenfeld unsicher.Foto: Ramona Theiss

Ludwigsburg. Mit Narri-Narro-Rufen zogen am gestrigen „schmotzigen“ Donnerstag über 300 Schulkinder durch den Ort und machten auch beim Kleeblatt-Pflegeheim Station, wo alle das Fliegerlied anstimmten.

„So ein schöner Tag“ sangen die kostümierten Kinder, die flogen wie ein Flieger und so stark waren wie ein Tiger. Die Kleeblatt-Mitarbeiterinnen spielten bekannte Faschingshits vom Band, und alle sangen und tanzten ausgelassen mit. Erstmals wurde für die Pennäler der Lichtenbergschule in Oberstenfeld ein solcher Umzug organisiert, der von der Schule zum Kindergarten Wirbelwind, schließlich zum Kleeblatt und weiter zum Rathaus führte.

Der bunte Tross mit Prinzessinnen, Piraten, Cowboys und Mickymäusen wurde von richtigen Profis der Fasnet begleitet. Die Zunft der Oberstenfelder Schlehbeucher war zur Stelle, vorneweg Inge und Günther Krautter.

Die beiden freuten sich riesig über das närrische Treiben in Oberstenfeld. Am Verkleiden hatten nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer Freude. Als echte Gangster-Lady mit Hut, Sonnenbrille und Trenchcoat war Schulleiterin Ulrike Kemmer mit dabei.

„Ich bin schon mehrmals verhaftet worden, aber mir ist immer wieder die Flucht gelungen“, gestand sie. Kein Wunder, denn kleine Polizisten wurden ebenfalls gesichtet.

Ulrike Kemmer war nicht die einzige zwielichtige Person in dem lustigen Lindwurm. Selbst ein verurteilter Sträfling wurde gesehen. Die kleinen Narren ließen ihn aber ziehen, schließlich war Fasnet. Also die Hände zum Himmel und immer feste mitsingen. Die Lehrerinnen Susanne Scheidt und Julia Knipper hatten die Idee, mit dem Faschingsumzug einen bunten Farbtupfer zu setzen, und die Schlehbeucher setzten die Idee sogleich in die Tat um.

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Die Zunft denkt dabei gerne an frühere Jahre zurück, als mit vielen befreundeten Hästrägern noch das Rathaus gestürmt und der Bürgermeister – im fantasievollen Kostüm – entmachtet wurde. Vielleicht klappe das im nächsten Jahr wieder, meinte Günther Krautter.