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Razzia

Schlag gegen Schleuser in der Region

Zwei verdächtige Syrer festgenommen – Wohnungen und Büros in Ludwigsburg, Steinheim und Heilbronn durchsucht

Kreis Ludwigsburg. Bei einer Razzia der Bundespolizei in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind gestern Morgen zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Wie die Polizei berichtet, handelt es sich um einen 33-jährigen und einen 31-jährigen Syrer, die sich im Raum Ludwigsburg aufhielten. Wo genau, erklärte die Staatsanwaltschaft Stuttgart gestern auch auf Nachfrage nicht.

Laut Bundespolizei wurden aber in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Ludwigsburg Wohnungen und Geschäftsräume in Ludwigsburg, Steinheim an der Murr und Heilbronn durchsucht. „Da wir in polizeiliche beziehungsweise staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren nicht involviert sind, können wir zu den Durchsuchungen keine Information geben“, hieß es gestern seitens der Stadtverwaltung Ludwigsburg. Auch Steinheims Bürgermeister Thomas Winterhalter erklärte, dass ihm über die per Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft verbreiteten Informationen hinaus keine weiteren zu der Aktion in seinem Ort vorlägen. Auch das Polizeipräsidium Ludwigsburg hält sich bedeckt. Den Angaben zufolge wird dem 33-jährigen Verhafteten vorgeworfen, mehrere syrische und irakische Staatsangehörige von Griechenland über Italien oder die Niederlande nach Deutschland geschleust zu haben. Teils soll er gefälschte Ausweisdokumente oder echte Ausweise beschafft und Schleusergeld verwaltet haben.

Der 31-Jährige soll sich zudem Bankkredite durch gefälschte Dokumente erschlichen haben. Beide Verhafteten wollten laut Ermittlern mit ihren Taten zu Geld kommen. Sie wurden gestern dem Haftrichter am Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an. Auf die Spur kam die Polizei den beiden durch verdeckte Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart gegen einen der Verhafteten. Ihm wird vorgeworfen, Mitglied oder Unterstützer der Terrorvereinigung Dschabhat Fatah al-Scham im Ausland zu sein.

Insgesamt hatte die Bundespolizei gestern neun Männer im Visier: fünf Syrer, einen Iraker, einen Libanesen, einen Türken und einen Deutschen im Alter von 29 bis 52 Jahren. Sie sollen an mehreren Schleusungen beteiligt gewesen sein. In Nordrhein-Westfalen führte die Spur nach Herten, Bielefeld und Hiddenhausen. (lsw/red)