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Bürgermeisterwahl
Sechs wollen auf den Chefsessel

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Das Kandidatenfeld für die Bürgermeisterwahl in Oberriexingen am 2. Juli ist noch einmal angewachsen. Jetzt will es auch eine Grünenpolitikerin aus dem Rems-Murr-Kreis wissen. Derweil ist die Bewerbungsfrist am Dienstag abgelaufen.

Ludwigsburg. Politik hat Ulrike Sturm in den vergangenen Jahren vor allem im Rems-Murr-Kreis und in der Region gemacht. Seit 1994 ist sie Mitglied bei den Grünen und Stadträtin in Backnang. Als ihre Themenschwerpunkte gibt sie den ÖPNV, Jugend und Soziales an. Vor knapp zehn Jahren zog Sturm, Jahrgang 1961, zudem in den Kreistag ein und wurde Mitglied der Stuttgarter Regionalversammlung. Im gleichen Jahr kandidierte die Grüne auch für den Bundestag im Wahlkreis Backnang und Schwäbisch Gmünd.

Jetzt zieht es Sturm offenbar in den Kreis Ludwigsburg, genauer gesagt nach Oberriexingen, wo sie neben Backnang ebenfalls eine Wohnanschrift hat. In der kleinsten Stadt des Kreises will die Programmiererin am 2. Juli zur Nachfolgerin von Bürgermeister Werner Somlai gewählt werden, der nicht mehr antritt. Das bestätigte das Rathaus gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Sie ist allerdings nicht die Einzige, die es auf den Posten abgesehen hat. Die ersten beiden Kandidaten, die ihre Bewerbungen bekanntgegeben hatten, waren der Kämmerer Frank Wittendorfer und die Stadträtin Beate Fetzer (Freie Frauen Liste). Die Kandidatin, die in der Stadt eine Praxis für Physiotherapie und Naturheilpraxis führt, war bei der vergangenen Kommunalwahl Stimmenkönigin. Fetzer, Jahrgang 1958, macht seit fast 20 Jahren Kommunalpolitik im Oberriexinger Gemeinderat.

Der 34 Jahre alte parteilose Kämmerer Wittendorfer ist zwar der jüngste Bewerber im Feld, aber nicht der unerfahrenste. Seit acht Jahren ist er für die Finanzen in Oberriexingen zuständig. Außerdem ist der Verwaltungsexperte seit 2013 Geschäftsführer der Oberriexinger Stadtwerke. Der gebürtige Bietigheimer könnte es machen wie sein bisheriger Chef Somlai. Auch der setzte vor acht Jahren als Kämmerer zum (erfolgreichen) Sprung auf den Chefsessel im Rathaus an.

Vierter im Bunde ist Thomas Hanisch, 52, aus Illingen im Enzkreis. Über Oberriexingen sagt der Kandidat: „Es ist eine kleine, schöne und liebenswerte Stadt.“ Für Hanisch ist es die zweite Bürgermeister-Kandidatur. In seiner Heimatgemeinde Illingen war er vor mehr als zehn Jahren nicht erfolgreich. Hanisch arbeitet im Ludwigsburger Landratsamt.

Erweitert hat das Feld der 48 Jahre alte Kfz-Mechaniker Ralph Bechtle, der auch für einen ortsansässigen Sicherheitsdienst tätig ist. Bechtle entschloss sich nach eigenen Angaben zur Kandidatur, weil er in Oberriexingen von Bürgern angesprochen und ermuntert worden sei.

Kurz vor Toresschluss warf dann auch noch Dauerkandidat Ulrich Raisch seinen Hut in den Ring. Um 17.52 Uhr ging sein Bewerbungsfax in Oberriexingen ein. Der Musikpädagoge aus Stuttgart war in den vergangenen Jahren fast immer bei den Bürgermeistwahlen im Kreis dabei – eine Chance hatte er aber nie.