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Eglosheim-Ost
So teuer wird das Parken künftig

Auf die Parkzone in der Oststadt folgte die Parkraumbewirtschaftung in der Weststadt sowie der Südstadt. 2024 soll nun Eglosheim-Ost folgen.
Auf die Parkzone in der Oststadt folgte die Parkraumbewirtschaftung in der Weststadt sowie der Südstadt. 2024 soll nun Eglosheim-Ost folgen.
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Wenn auf den Parkplätzen des Hochschulcampus 2024 Gebühren eingeführt werden, will die Stadtverwaltung nachziehen: Ab 2024 werden Autofahrer, die in Eglosheim-Ost ihren Wagen parken wollen, zur Kasse gebeten. Das hat jetzt der Gemeinderat beschlossen.

Ludwigsburg. Bevor sich der Gemeinderat in die Sommerpause verabschiedet hat, stand die Entscheidung über die Parkgebühren im östlichen Teil Eglosheims auf der Tagesordnung. Wenn auf den Parkplätzen der Hochschulen an der Reuteallee ab 2024 Schluss ist mit dem freien Parken, wird ein großer Parkdruck auf die Parkmöglichkeiten in Eglosheim-Ost befürchtet. Dem will die Stadt mit einer Parkzone begegnen. Die rund 300 öffentlichen Parkplätze in der Reuteallee, der Eduard-Spanger-Straße und der Fröbelstraße sind Montag bis Samstag von 8–19 Uhr kostenpflichtig (ein Euro für eine Stunde). Wer also mit dem Auto am Favoritepark parken will, um dort spazieren zu gehen, muss künftig einen Parkschein ziehen. Ein Monatsticket ist nicht geplant. In Eglosheim-Ost gilt eine Parkscheibenregelung, wonach zwei Stunden frei geparkt werden können. Bewohner können für 120 Euro im Jahr einen Anwohnerparkausweis bei der Stadt erwerben und dürfen dann über die zwei Stunden hinaus ihr Auto abstellen.

„Es wird Gegenwind auf uns zukommen.“

„Es ist richtig und wichtig, was wir tun“, betonte Nathanael Maier (SPD). Aber: „Es wird Gegenwind auf uns zukommen.“ „Auf diese Weise werden wir auch die Kleinbusse und Lastwagen los“, hofft Dr. Christine Knoß (Grüne). Gabriele Seyfang geht davon aus, dass es nicht die letzte Parkzone sein wird. „Wir werden bald auch die Parkraumbewirtschaftung in Eglosheim-West haben“, orakelte sie. Ihr Augenmerk lag außerdem auf den Sportlern, die bei Punktspielen mit den zwei freien Stunden wohl nicht hinkommen werden. Dafür müsse noch eine Lösung gefunden werden.

Auch wie das Parken vor Bäckereien oder Metzgereien geregelt wird, darüber müsse im Detail noch gesprochen werden. FDP-Stadträtin Stefanie Knecht konnte nicht verstehen, warum samstags ebenfalls Gebühren erhoben werden sollen. Doch bevor die Stadt durch die sogenannte Parkraumbewirtschaftung Geld einnimmt, muss sie erst kräftig investieren. Voraussichtlich 150000 Euro werden benötigt, um die Parkzone einzurichten. Für die Parkscheinautomaten fallen jährlich 20000 Euro Betriebskosten an. Weitere 5000 Euro werden jährlich für die Wartung der Automaten fällig. 50000 Euro fallen an Personalkosten an, 10000 Euro für die Information der Bürger. Angesichts der Auflistung von Kosten, die auf die Stadt zukommen, versicherte Bürgermeister Sebastian Mannl vor dem Ausschuss für Mobilität und Umwelt: „Es wird auch Einnahmen geben.“ Wie hoch diese kalkuliert sind, darüber machte die Stadtverwaltung jedoch keine Angaben in den öffentlichen Beratungen.

Eine Hürde räumte Christoph Beil, der das Projekt verantwortet, ein: „Wir haben Probleme, Personal für den Vollzugsdienst zu finden.“ Schon jetzt sind laut Stadt von 29 Stellen fünf unbesetzt. Doch er sei optimistisch: „Wir haben Zeit, um Lösungen zu finden.“

Ihre Meinung ist gefragt: Parkgebühren in der Innenstadt überraschen heute wohl niemanden mehr. Erst hat die Stadtverwaltung im Osten Ludwigsburgs das Parken kostenpflichtig gemacht, später folgten die Weststadt und die Südstadt. 2024 folgt Eglosheim-Ost. Was kommt dann? Welchen Effekt erleben die Anwohner? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen als Leserbrief (leserbriefe@lkz.de) oder auf unserer Facebook-Seite.