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Sonderverkauf von Ludwigsburger Porzellan: Start ist am 17. Juni

An drei Tagen im Juni findet ein Sonderverkauf von Ludwigsburger Prozellan statt. Interessierte müssen einen Termin vereinbaren. Archivfoto: Ramona Theiss
An drei Tagen im Juni findet ein Sonderverkauf von Ludwigsburger Prozellan statt. Interessierte müssen einen Termin vereinbaren. Archivfoto: Ramona Theiss
Schon der Gedanke lässt die Herzen von Fans stilvoller Tischkultur höher schlagen: An drei Tagen im Juni findet ein Sonderverkauf von Ludwigsburger Porzellan statt. Am Freitag, 17. Juni, sowie am Wochenende 25. und 26. Juni öffnen sich die Türen des Porzellanlagers im Residenzschloss.

Ludwigsburg. Interessierte können sich im Vorfeld einen Termin sichern, um in aller Ruhe zu stöbern. Dass der Bestand an vorhandenem Porzellan begrenzt ist, mag den Kaufanreiz erhöhen. Im Jahr 2016 ist die Produktion des Porzellans made in Ludwigsburg eingestellt worden.

Sowohl das Geschirr mit Schuppenmuster als auch das mit handbemalten Ginkgo-Motiven verfügt über Kultstatus. Das noch vorhandene Porzellan befindet sich im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, werden in zwei verschiedenen Räumen im Schloss sogenannte Weißware und bemalte Stücke angeboten. Darunter befinden sich Schätze wie Modelle des Porsche 911 und prachtvolle Bodenvasen.

Weißware und Sammlerstücke

Außerdem sind unverwechselbare Einzelstücke an Tassen, Tellern, Kannen und Schalen zu finden. Für Porzellan-Liebhaber und Sammler sind die Figuren aus der Serie „Vier Jahreszeiten“ und im Zyklus der Epochen ein echtes Highlight.

An den Porzellan-Verkaufstagen werden die letzten Stücke des weißen Goldes, wie Porzellan gerne bezeichnet wird, mit einem Preisnachlass von 20 Prozent zum Verkauf angeboten. Auf ausgewählte Exemplare gibt es sogar 50 Prozent Rabatt, wie es weiter heißt.

Die Geschichte des Porzellans im Residenzschloss Ludwigsburg geht bis in das 18. Jahrhundert zurück. 1758 gründete Herzog Carl Eugen von Württemberg eine Porzellanmanufaktur im Schloss. Zusammen mit seiner großzügigen finanziellen Unterstützung erreichte die Produktion der erfahrenen Spezialisten schon bald höchste Qualität.

Anfang des 19. Jahrhunderts war die anfängliche Blütezeit des Porzellans im Schloss vorbei und die Manufaktur musste im Jahr 1824 schließen. Otto Wanner-Brandt startete 1947 einen zweiten Versuch und ließ die Porzellanmanufaktur wieder aufleben. Knapp 70 Jahre später fand die mehr als 250-jährige Geschichte der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur dann endgültig ein Ende. Die Manufaktur geriet in finanzielle Schieflage, so dass im Jahr 2014 das Insolvenzverfahren eröffnet werden musste. Zwei Jahre später wurde die Produktion von Ludwigsburger Porzellan eingestellt.

Termin im Vorfeld vereinbaren

Die Bestände gingen in den Besitz des Landes Baden-Württemberg über und wurden an die Staatlichen Schlösser und Gärten zum Verkauf übergeben. Auch der jüngste Sonderverkauf im September vorigen Jahres war auf riesige Resonanz gestoßen. Wer damals nicht zu denjenigen gehörte, die sich einen Termin sichern könnten, hat jetzt eine Chance.

Die Porzellan-Verkaufstage finden statt am Freitag, 17. Juni, von 10 bis 14 Uhr; am Samstag, 25. Juni, von 13 bis 17 Uhr (letzter Termin um 16.30 Uhr); am Sonntag, 26. Juni, von 10 bis 17 Uhr (letzter Termin um 16.30 Uhr). Eine Anmeldung ist unter Telefon (07141) 186400 erforderlich. Die Interessierten erhalten 30-minütige Einzeltermine für die Begehung des Porzellanlagers.