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Spontan helfen? Hier können Ludwigsburger am Dienstag und Mittwoch noch Hilfsgüter für die Ukraine abgeben

Schülerinnen der Mathilde-Planck-Schule helfen beim Packen der Hilfsgüter. Fotos: Andreas Becker
Schülerinnen der Mathilde-Planck-Schule helfen beim Packen der Hilfsgüter. Fotos: Andreas Becker
Hygieneartikel für Babys sind gefragt.
Hygieneartikel für Babys sind gefragt.
Die Kartons werden gut beschriftet, damit am Zielort Klarheit darüber herrscht, was sich darin befindet.
Die Kartons werden gut beschriftet, damit am Zielort Klarheit darüber herrscht, was sich darin befindet.
Auch Schlafsäcke und Isomatten wurden gespendet.
Auch Schlafsäcke und Isomatten wurden gespendet.
Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesig.
Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesig.
Babynahrung für die Kleinsten.
Babynahrung für die Kleinsten.
Alles wird gut und sicher verpackt.
Alles wird gut und sicher verpackt.

Ludwigsburg. Normalerweise werden hier, in den Hallen der Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL) Busse gereinigt und repariert. Doch in diesen Tagen sind die Putzstraße und die Karosseriewerkstatt ein einziges großes Lager für Hilfsgüter für die Ukraine.

Zwei Termine zur Annahme von Hilfsgütern

Wer noch ganz spontan spenden möchte, kann hier am Dienstag, 8. März, von 17 bis 19 Uhr sowie am Mittwoch, 9. März, von 8 bis 10 Uhr vorbeikommen. „Es werden keine Kleiderspenden mehr benötigt“, sagt LVL-Geschäftsführerin Carry Buchholz. Was gebraucht wird sind in erster Linie lang haltbare Lebensmittel (kein Glas), Babynahrung, Energieriegel aber auch medizinische Artikel wie Desinfektionsmittel, Einweghandschuhe, Hygieneartikel für Damen und Babys, Schmerzmittel, Antibiotika und Verbandsmaterial.

„Alle helfen zusammen!“

Schülerinnen des Kinderpflegeoberkurses (Sozialpädagogische Assistenz) der Mathilde-Planck-Schule Ludwigsburg packen und sortieren derweil die Menge an Spenden in Kartons und beschriften diese. „Das ist eine Riesenaktion“, sagt LVL-Betriebsleiter Frank Metzger anerkennend. „Alle helfen zusammen!“

Hier auf dem Betriebshof des Ludwigsburger Busunternehmens laufen gleich mehrere Stränge zusammen. Ein Großteil der Sachspenden kommt von den Kleeblattheimen im Landkreis. Die Initiative ging von einem Kleeblattheim in Steinheim aus. Mitarbeiterin Tanja Vocino stammt aus der Ukraine, hat selbst noch Familie vor Ort. Beim einem Friedensgebet lernt sie eine andere Frau aus der Ukraine kennen, und es entsteht die Idee, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Unterstützung finden sie bei Kleeblatt-Geschäftsführer Stefan Ebert, und so entsteht innerhalb weniger Tage eine Spendenaktion von ungeahntem Ausmaß.

Viele Beteiligte ziehen an einem Strang

Auch Carry Buchholz und ihr Team wollen helfen. Durch einen privaten Kontakt zum Steinheimer Bürgermeister kommt die Verbindung zum Kleeblattheim zustande, und so löst sich auch das Problem der beengten Lagerkapazität. Das Umzugsunternehmen Felger transportiert die Waren auf eigene Kosten nach Ludwigsburg. Dort werden nun am Dienstagabend und Mittwochmorgen weitere Hilfsgüter angenommen und verpackt. „Wir und viele unserer Mitarbeiter sind in Vereinen aktiv und vernetzt“, sagt Buchholz. „Dieses Netzwerk haben wir jetzt genutzt und um weitere Spenden geworben.“ Die Schülerinnen der Mathilde-Planck-Schule helfen zupackend, Ordnung und System in alles zu bringen. Am Donnerstag wird dann alles auf einen von Scania zur Verfügung gestellten LKW verladen und an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren. „Ich glaube, das passt gar nicht alles in einen LKW rein“, sagt Frank Metzger. Aber daran solle es nicht scheitern.

Info:

Wer spontan Hilfsgüter wie oben beschrieben spenden möchte, kann diese zu den angegebenen Terminen auf das Betriebsgelände von LVL Jäger, Hermann-Hagenmeyer-Straße 4, in Ludwigsburg bringen.

Aktuelle Informationen und Berichte zur Situation in der Ukraine finden Sie auf unserer Themenseite.