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Bürgermedaille

Stadt ehrt prägende Persönlichkeiten

Stilvolle Feier im Schloss für Dr. Eckart Bohn, Klaus Hoffmann und Roland Kromer – Sinfonieorchester Ludwigsburg umrahmt die Veranstaltung

Im Ordenssaal des Residenzschlosses überreichen Oberbürgermeister Matthias Knecht, Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz (Zweite von links) und Bürgermeisterin Andrea Schwarz die Bürgermedaille an Roland Kromer, Eckart Bohn und Klaus Hoffmann (von lin
Im Ordenssaal des Residenzschlosses überreichen Oberbürgermeister Matthias Knecht, Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz (Zweite von links) und Bürgermeisterin Andrea Schwarz die Bürgermedaille an Roland Kromer, Eckart Bohn und Klaus Hoffmann (von links). Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Drei Persönlichkeiten, die die Stadt Ludwigsburg Jahrzehnte auf ganz unterschiedliche Weise geprägt haben, wurden gestern Abend bei einer Feier im Ordenssaal des Schlosses mit der Bürgermedaille ausgezeichnet: Dr. Eckart Bohn, Klaus Hoffmann und Roland Kromer.

Auch wenn die Verleihung, die eigentlich im Mai letzten Jahres im Rahmen der Stadtgründungsfeier hätte stattfinden sollen, nun pandemiebedingt im kleineren, familiären Rahmen ausgerichtet wurde, war der Applaus nicht minder herzlich. Die musikalische Umrahmung durch ein Ensemble des Sinfonieorchesters Ludwigsburg trug zum stilvollen Charakter der Veranstaltung bei, die drei Männer in den Mittelpunkt stellte, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz im Sozialen, in der Baukultur und im Sport Zeichen gesetzt haben.

Der Advokat der Bedürftigen und ein Mann der Baukultur

Die Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz hielt die Laudatio für den 78-jährigen Dr. Eckart Bohn, der nicht nur mehr als 30 Jahre für die SPD im Gemeinderat saß, davon viele Jahre als Fraktionsvorsitzender, sondern laut Schmetz vor allem mit seinem Einsatz für die Benachteiligten in der Gesellschaft viele Wege geebnet hat. Das Soziale war sein Thema und so gründet er vor 30 Jahren mit weiteren Mitstreitern den Mieterbund und engagierte sich auch in der Ludwigsburger Tafel. Schmetz erwähnte neben Bohns Kampf um bezahlbare Wohnungen auch dessen langjährige Tätigkeit als ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter im Landkreis. „Sie sind der Advokat der Bedürftigen, der Schieflagen erkennt und nach Lösungen sucht“, betonte Renate Schmetz.

Die Laudatio für den 86-jährigen Architekten und langjährigen Grünen-Stadtrat Klaus Hoffmann hielt Bürgermeisterin Andrea Schwarz, die daran erinnerte, dass sich Hoffmann bereits Anfang der 2000er-Jahre für die Umgestaltung des Walcker-Areals eingesetzt habe. Hoffmann, der nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat auch noch im Stadtteilausschuss Hoheneck Impulse setzte, war laut Andrea Schwarz politisch bisweilen unbequem, aber menschlich immer angenehm. Ein Mann der Baukultur, der das Ludwigsburger Architekturquartett ins Leben rief und sich vehement für den Erhalt des Städtischen Museums einsetzte. Mit der Bürgermedaille wird auch sein Engagement für die Ludwigsburger Stadtgeschichte gewürdigt.

Dass OB Knecht die Laudatio für Roland Kromer hielt, der im März dieses Jahres seinen 80. Geburtstag feiern konnte, hatte durchaus etwas Pikantes. „Matthias, ich wähl dich fei net“, sagte Kromer im OB-Wahlkampf zu Knecht, der es dem „Sonny“, wie Kromers Spitzname lautet, aber nicht krumm nahm, sondern von einer großen Verbundenheit sprach.

Jahrelanger Impulsgeber für den Vereins- und Breitensport

Knecht würdigte Kromer für seine sportlichen Leistungen als mehrfacher Landesmeister im 100-Meter-Sprint und für seinen Einsatz im Spitzensport als Leichtathletik-Trainer sowie als Impulsgeber im Vereins- und Breitensport. „Roland Kromer hat den Ludwigsburger Sport geprägt wie kein anderer“, betonte der OB und erinnerte daran, dass der Sportpädagoge bereits 1971 für die CDU in den Gemeinderat sprintete und dort über 40 Jahre an Entscheidungen mitwirkte.

Sport ist bei den Kromers Familiensache und so begrüßte Knecht auch dessen Söhne, die ebenfalls eine Sportkarriere eingeschlagen haben. Axel Kromer ist dabei Sportvorstand im Deutschen Handballbund.

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