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Kreissparkasse

Startschuss für Bau in der Schillerstraße

Die Kreissparkasse Ludwigsburg investiert 65 Millionen Euro in die Neugestaltung des ehemaligen Regele-Areals an der Schillerstraße, wo Läden, Büros, Wohnungen und eine öffentliche Tiefgarage entstehen. Wermutstropfen: Während der dreijährigen Bauzeit wird der Verkehr stark beeinträchtigt.

Diese Ansicht wird einem Neubau weichen: Das Eckgebäude sowie die beiden folgenden Gebäude werden abgerissen, es folgt ein Neubau, der 2023 bezugsfertig sein soll. Fotos: Wolschendorf, KSK
Diese Ansicht wird einem Neubau weichen: Das Eckgebäude sowie die beiden folgenden Gebäude werden abgerissen, es folgt ein Neubau, der 2023 bezugsfertig sein soll. Foto: Wolschendorf, KSK
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„Es ist eine gute Nachricht für die Stadt und die Kreissparkasse“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der Kreissparkasse, Dr. Heinz-Werner Schulte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Rathaus zum Baubeginn in der kommenden Woche. „Durch die Neugestaltung erfährt die Schillerstraße eine deutliche städtebauliche Aufwertung“, lobte Oberbürgermeister Matthias Knecht das Projekt. „Nach der Umgestaltung stelle ich mir die Schillerstraße als eine belebte Einkaufsstraße vor.“

„Die Weiterentwicklung der Hauptstelle ist ein weiteres Bekenntnis der Kreissparkasse zu der Stadt, deren Namen sie trägt.“

Heinz-Werner Schulte
Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse

Für Belebung sollen im Erdgeschoss Ladengeschäfte auf 1300 Quadratmetern sorgen, für die es bereits interessante Bewerber gebe. Namen könne man noch nicht nennen. Für die darüberliegenden Flächen haben bereits einige Arztpraxen ihr Interesse geäußert. Auch für die zehn bis zwölf Wohnungen auf der obersten Etage gebe es bereits Anfragen.

„Ohne eine Vollsperrung geht es nicht.“

Matthias Knecht
Oberbürgermeister

Die Bereitschaft der Kreissparkasse, im Zuge des Neubaus eine öffentliche Tiefgarage mit 147 Stellplätzen einzurichten, fand beim Gemeinderat großen Anklang. Unklar blieb auch beim gestrigen Pressegespräch weiterhin, ob die Fahrzeuge, die über die Gartenstraße in die Tiefgarage einfahren, über die Schulstraße auf den Schillerplatz abgeleitet werden oder von der Schulstraße in Richtung Gartenstraße fahren sollen. Für beide Varianten wurde eine Genehmigung beantragt. Diese Entscheidung treffe der Gemeinderat nach dem Ergebnis des Gestaltungswettbewerbs, das für November erwartet wird. Betreiber der Tiefgarage werden die Stadtwerke. Dessen Geschäftsführer Christian Schneider attestierte der neuen Garage „deutlichen Innovationscharakter“. So sei es beispielsweise vorgesehen, dass Ladengeschäfte digital Plätze für ihre Kunden reservieren können.

Die Investition in der Schillerstraße reihe sich ein in die großen Baumaßnahmen der KSK in jüngster Zeit in Marbach, Vaihingen und Kornwestheim. Dass die KSK verstärkt auf Immobiliengeschäfte setzt, sei „eine der Konsequenzen aus der Zinsentwicklung“, so Heinz-Werner Schulte. Die Weiterentwicklung der Hauptstelle nannte er indes ein „weiteres Bekenntnis der Kreissparkasse zu der Stadt, deren Namen sie trägt“. In der Vorstandsetage der KSK hatte man sich in Geduld üben müssen, was solcherlei bauliche Bekenntnisse angeht. Nach dem Bezug des letzten Neubaus im Jahr 2007 hatte es zwar viele Ideen für die Umgestaltung des Gesichts der Kreissparkasse am Schillerplatz gegeben. Die jedoch waren in der Stadt immer wieder auf Gegenwind gestoßen. Das Gebäude am Schillerplatz bleibt von den aktuellen Bauplänen auch unberührt. Die Idee von einem neuen Haupteingang mit Öffnung zum Schillerplatz und einem einladenden Café habe man noch nicht verworfen. Schulte nannte diese Pläne einen „möglichen dritten Bauabschnitt“.

Zunächst soll aber die Schillerstraße im Fokus stehen. Vorstandsmitglied Dieter Wizemann sprach von einem „ambitionierten Zeitplan“. Der Abriss der drei Bestandsgebäude beginnt im Januar 2020 und soll bis September abgeschlossen sein, damit der Rohbau beginnen kann. Im ersten Halbjahr 2023 soll das Gebäude bezugsfertig sein. „Wir hoffen, dass wir den Zeitplan einhalten können.“

Zum Auftakt gibt es gleich eine Vollsperrung: Ab Mittwoch, 23. Oktober, beginnen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) mit den Vorbereitungen für den Abriss. Weil wichtige Versorgungsleitungen verlegt werden müssen, sei eine Vollsperrung der Schillerstraße für den Autoverkehr unvermeidbar. Fußgänger und Radfahrer sollen während dieser Zeit die Straße aber weiter in beide Richtungen nutzen können. Das sei wichtig, weil sehr viele Schüler die Schillerstraße per Rad als Schulweg nutzen.

Am 22. November soll die Vollsperrung beendet werden. „Wir haben die Zusage, dass es in der Vorweihnachtszeit nicht mehr zu Beeinträchtigungen kommt“, sagte Matthias Knecht. Denn spätestens zum Weihnachtsmarkt und dem vorweihnachtlichen Einkaufstrubel soll die Schillerstraße in beide Richtungen wieder für den Autoverkehr frei sein. Von Januar an müssen sich Autofahrer dann erneut auf Beeinträchtigungen einstellen. Der Verkehr wird voraussichtlich nur einspurig geführt werden können.

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