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Ludwigsburg

Sunburst-Bäume für die Körnerstraße

Nach der Neugestaltung einer ganzen Reihe von Straßen in der Ludwigsburger Innenstadt kommt jetzt die Körnerstraße an die Reihe. Der Baubeginn wurde allerdings von September auf den Oktober verschoben.

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Blick in die Körnerstraße vom Oberpaur-Parkhaus herab: Links und rechts gibt es in der Straße bislang Parkplätze.Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. In der Innenstadt steht das Einkaufszentrum Marstall neu hergerichtet da, auch der Reithausplatz davor, ebenso wurde die Lindenstraße mit Baumreihe neu angelegt – und jetzt wird in einem weiteren Schritt die Körnerstraße folgen. Ein Teil der Bauarbeiten soll noch in diesem Jahr beginnen, die wesentliche Neuerung dann nach der Winterpause realisiert werden. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 860 000 Euro, erwartet wird ein Zuschuss aus der Städtebauförderung von Bund und Land.

Die Neugestaltung soll im Abschnitt zwischen der Asperger Straße und der Oberen Reithausstraße beim Gasthaus Rossknecht eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Grün bringen. Aktuell stehen in diesem Abschnitt nur drei Bäume. Die neuen Pläne sehen mindestens 16 Baumstandorte vor. Das entspricht dem städtischen Ziel, angesichts der immer heißeren Sommer das Klima und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch schattenspendende Bäume zu verbessern.

Nachdem in diesem Bereich der Innenstadt zwischen Marstall und Wilhelmgalerie in den vergangenen Jahren fast alle Straßen neu hergerichtet wurden, bildet die Körnerstraße im jetzt geplanten Abschnitt die letzte noch nicht sanierte Lücke. „Die Neugestaltung sorgt für ein einheitliches Bild, es entsteht in der Körnerstraße eine Geschäftslage, die auch optisch eng an die Einkaufslagen der Innenstadt angebunden wird. Die Attraktivität als Geschäftsstraße wird deutlich verbessert“, so die Stadtverwaltung.

Die Fahrbahn der Einbahnstraße wird in Asphalt ausgeführt, die zum Teil verbreiterten Gehwege mit der hellen „Ludwigsburger Platte“ wie sonst in der Innenstadt auch. Eine durchgehende Allee allerdings wird nicht entstehen. Vor dem Parkhaus Oberpaur bleibt die Abbiegespur ins Parkhaus erhalten. Und die Planungen lassen auch genügend Raum, um den Andienungsverkehr der Ludwigsburger Kreiszeitung zu gewährleisten.

Für die Neugestaltung wird eine ganze Reihe von Parkplätzen weichen. Bisher sind es 24 Stück, nach der Umgestaltung werden es noch zwölf sein, dazu drei Behindertenparkplätze. Auch bei den Motorradstellplätzen wird gekürzt, von 18 auf 14 Plätze. Ausgebaut wird dagegen das Angebot für Fahrradfahrer, von fünf auf 19 Abstellbügel.

Die Stadt will nicht wie in der oberen Körnerstraße Robinien pflanzen. Es gibt einen Baum, der den Grünplanern im Rathaus angesichts der klimatischen Veränderungen besser erscheint: die gelbe Gleditschie „Sunburst“. Sie gilt als trockenresistente und stadtklimaverträgliche Baumart mit einer ansprechenden Blüte, ohne Fruchtfall, mit attraktiver gelber Herbstfärbung und lockerer Krone. „Dieser Habitus ergibt einen lichten Schatten im Straßenraum. Der Baum unterscheidet sich von der Robinie im Habitus kaum, ist aber den geplanten Baumstandorten und dem Straßenraum in der Wuchsform und dem Wuchsverhalten besser angepasst. Der lichte Schatten ermöglicht auch ansprechende Pflanzungen im Grünstreifen unter den Bäumen. Mit der Pflanzung dieser Baumart sollen auch die sich ändernden Standortansprüche an Stadtbäume durch den Klimawandel berücksichtigt werden. Diese Baumart sichert bei zunehmender Erwärmung und Trockenheit im innerstädtischen Bereich einen stabilen Baumbestand.“ Bäume dieser Gattung stehen zum Beispiel in der Brenzstraße, der Rosenstraße und der Comburgstraße.