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Probenbesuch

Theaterspielen für Michael

Das Fidele Dutzend aus Möglingen spendet für kranken Jungen – Premiere ist am 28. September

Das diesjährige Theaterstück der Möglinger Gruppe „Das Fidele Dutzend“ spielt in der Hölle – und dort geht es drunter und drüber. Der Erlös der beiden Aufführungen geht an den kranken Michael. Foto: Andreas Becker
Das diesjährige Theaterstück der Möglinger Gruppe „Das Fidele Dutzend“ spielt in der Hölle – und dort geht es drunter und drüber. Der Erlös der beiden Aufführungen geht an den kranken Michael. Foto: Andreas Becker

Als Petra Grasel den ersten LKZ-Bericht über Michael Seiler, der unter der Muskelkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) leidet, gelesen hat, war ihr klar: Das Fidele Dutzend sollte in diesem Jahr für den Ludwigsburger Jungen spenden. Die Möglinger Theatergruppe spielt bereits seit 28 Jahren – und Petra Grasel ist seit Beginn dabei. In jedem Jahr spenden sie für Kinder in Not. Im vergangenen Jahr ging der Erlös an den Verein Aufwind, zuvor auch schon an Kindergärten, Schulen, Invitare oder „Humor hilft heilen“. „Wir wollen damit auch auf Krankheiten aufmerksam machen, die nicht so bekannt sind“, erklärt Petra Grasel. Deshalb haben ihre Theaterkollegen auch sofort zugestimmt, für Michael zu spielen.

Auch dass jetzt die Krankenkasse die Behandlung von Michael übernimmt, hält das Fidele Dutzend nicht davon ab, für den Jungen zu spenden. Schließlich ist es noch nicht sicher, ob die Krankenkasse bezahlt. Das tut sie nämlich nur, wenn eine Behandlung in Deutschland möglich ist. Derzeit sind Michaels Eltern jedoch noch auf der Suche nach einem Arzt, der Michael mit einem Medikament behandelt, das bisher nur in den USA zugelassen ist. Wird kein Arzt gefunden, reisen sie nach Amerika. „Sollte Michael das Geld nicht benötigen, helfen wir auch gerne anderen Kindern, die an SMA leiden“, sagt Petra Grasel.

Dann schmeißt sie sich ihren Regenponcho über und erklärt, während sie auf die Bühne läuft: „Ich spiele Frau Donner und bin in der Hölle fürs schlechte Wetter verantwortlich.“ Auf der Bühne hat Diana Donner dann auch gleich was zu tun. Denn Frau Hell (gespielt von Carmen Müller), die in der Hölle das Sagen hat, befiehlt einen zweistündigen Hagelsturm über Asperg. „Da ist doch tatsächlich ein Wengerter, der seinen Wein panschen wollte. Der soll sehen, wo er bleibt, wenn er gar keine Trauben mehr hat“, sagt Frau Hell.

Die Theatergruppe spielt in diesem Jahr die Komödie „Ach, zur Hölle mit dir“ von Bernd Kietzke. Hannes (Tobias Grasel) und Luggi (Manuel Neumann) dachten eigentlich, sie hätten noch genug Zeit, ihr Leben zu ändern, um in den Himmel zu kommen. Doch dann kommt ein Unfall dazwischen und die beiden landen doch in der Hölle, wo Hannes’ Mutter Liselotte (Marina Reutter) bereits auf sie wartet.

Schnell müssen Hannes und Luggi feststellen, dass in der Hölle strenge Regeln herrschen. Sie sollen über dem offenen Feuer geröstet werden. Haben sie das überhaupt verdient? Dass Mildred (Steffi Höppner), die zu Lebzeiten Apothekerin war, zu Recht in der Hölle sitzt, scheint klar. Immerhin soll sie alle ihre sieben Ehemänner nacheinander vergiftet haben.

Doch warum lässt sich Petrus (Claus Metzger) immer öfter in der Hölle blicken? Wieso hat Gretchen (Daniela Huber) eine Sense in der Hand, wo das doch eigentlich das Werkzeug des Sensenmanns Johann (Marc Zimmermann) ist? Und was wird passieren, wenn „BBQ“ (Eleni Konstantinidis) auftaucht, die eigentliche Chefin in der Hölle? Antworten auf diese Fragen gibt es bei den beiden Aufführungen der Theatergruppe im Möglinger Bürgerhaus.

Info: Das Stück „Ach, zur Hölle mit dir“ wird am Samstag, 28. September, und am Samstag, 5. Oktober, gespielt. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass ist bereits von 18 Uhr an. Karten für zehn Euro gibt es im Vorverkauf bei der Rathaus-Apotheke in Möglingen, Telefon (0.71.41) 48.42.24.

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