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Baustellen
Tiefe Schächte bald rund um den Schillerplatz

Der Untergrund im Kreuzungsbereich zwischen Mathilden- und Seestraße ist komplett freigelegt, es werden größere Rohre verlegt. Foto: Holm Wolschendorf
Der Untergrund im Kreuzungsbereich zwischen Mathilden- und Seestraße ist komplett freigelegt, es werden größere Rohre verlegt. Foto: Holm Wolschendorf
Um die Fernwärme für die Innenstadt wie auch für den Neubau der Kreissparkasse sicherzustellen, müssen die Stadtwerke die Straßen aufreißen. Seit Anfang August ist die Mathildenstraße gesperrt, es folgen drei weitere Baustellen.

Ludwigsburg. Fußgänger bleiben an der imposanten Baustelle stehen, die Straße ist großflächig aufgerissen, die Rohre liegen blank. Es ist kein Durchkommen mehr für Autos oder Radfahrer. Nur Fußgänger können sich seitlich zwischen Hauswänden und Absperrungen hindurchdrücken.

Die verengte Schillerstraße bremst schon seit langem den Verkehr durch die Stadt in Richtung Schillerdurchlass aus, die Straße ist nur einspurig befahrbar. Grund dafür ist der Bau der Tiefgarage auf dem früheren Regele-Areal, die für die Mitarbeiter der Kreissparkasse wie auch für die Öffentlichkeit ist, sowie der Neubau der Kreissparkasse. Jetzt reihen sich weitere Baustellen auf der anderen Seite des Schillerplatzes ein.

Schon seit Anfang August wird in der Mathildenstraße gearbeitet, die Straße ist im Bereich der Seestraße großflächig aufgerissen. Noch immer fahren Autos in die abgesperrte Straße, um dann vor der Baustelle mühsam umzudrehen. Wie die Stadtwerke auf Nachfrage mitteilen, werden dieser Baustelle drei weitere folgen. Insgesamt ziehen sich die Arbeiten über das ganze Jahr hinweg bis Anfang 2022.

Es geht danach nahtlos weiter

Aktuell wurde die Straße aufgegraben, um die Fernwärmerohre auszutauschen. Es seien größere Leitungen notwendig, um auch in Zukunft die Versorgung der Innenstadt sicherzustellen, wie Unternehmenssprecherin Astrid Schulte mitteilt. Angeschlossen wird auch die Kreissparkasse an diese Leitung. Im Zuge der Tiefbauarbeiten, so Schulte, werden auch die etwa 50 Jahre alten Gas- und Wasserleitungen erneuert.

Die Maßnahme ist bis Mitte September abgeschlossen, doch es geht nahtlos weiter. Auch der zweite Bauabschnitt zwischen See- und Solitudestraße hat es in sich. Über acht Wochen hinweg wird in der Straße gearbeitet, auch hier muss ein breiter Graben ausgehoben werden. 2,60 Meter breit wird er sein, die Stadtwerke wollen allerdings eine Einbahnstraße in Richtung Schillerplatz ermöglichen. „Zeitweise muss die Mathildenstraße voll gesperrt werden“, so das Unternehmen. Für Fußgänger und Radfahrer wird es Passiermöglichkeiten geben, heißt es.

Damit nicht genug, für die Fernwärme muss auch der Kreuzungsbereich Mathilden- und Solitudestraße aufgegraben werden. Ziel sei, so Schulte, den Verkehr aus der Solitudestraße nicht zu stark auszubremsen. Er soll entweder geradeaus in Richtung Wilhelmstraße oder nach links abfließen können. Die Verkehrsführung müsse aber noch mit der zuständigen Verkehrsbehörde abgestimmt werden.

Auch die weiteren Baustellen erfordern zunächst Notmaßnahmen. Bevor die Straße aufgegraben wird, muss die Versorgung der Häuser mit Gas-, Wasser- und Wärme über zusätzliche Schläuche sichergestellt werden. Erst dann werden die neuen Rohre eingebaut und an das Netz angeschlossen.