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Barocke Gartentage

Von Bienen, Blüten und kulinarischen Genüssen

Kuschelig warm war es zwar noch nicht, aber die Sonne ließ sich schon mal sehen und so stimmte der gestrige Auftakt der Barocken Gartentage optimistisch. Die gute Botschaft: Das Wetter bessert sich und so gibt es bis einschließlich Montag viele Inspirationen für das grüne Wohnzimmer.

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Ludwigsburg. Über 160 Aussteller bieten hier in den weißen Pavillons des Südgartens das Besondere und da wächst die Lust, endlich wieder Garten und Terrasse sommerlich zu gestalten. Doch das Wetter macht derzeit den Hobbygärtnern noch einen Strich durch die Rechnung. Dass die außergewöhnlich kühlen Temperaturen der letzten Tage gerade im Wein- und Obstbau für massive Schäden gesorgt haben, bestätigte auch die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, bei der Eröffnung. Sie nannte im Gespräch mit Moderatorin Andrea Müller Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Die Landesregierung denke derzeit über direkte finanzielle Hilfe oder Steuererleichterungen nach. Denn verhindert werden soll laut Gurr-Hirsch, dass noch mehr Landwirte und Weinbauern aufhören und die schöne Kulturlandschaft verschwindet. Dass es sich um eine extreme Frühjahrskälte handelt, bestätigte auch BlüBa-Direktor Volker Kugel. Selbst die seit 40 Jahren hier im Südgarten üppig wachsenden Rosen wiesen Blattschäden auf, sagte Kugel.

Die Hobbygärtnerin und einstige Weinkönigin Friedlinde Gurr-Hirsch gestand dabei, dass sie auch nicht widerstehen konnte und bereits Zitronenbäumchen und Geranien rausgestellt habe. Die hätten aber glücklicherweise überlebt, berichtete sie. Viele Fragen zur Frühjahrskälte beantwortet auch Gärtnermeister Georg Walz am Infostand. In diesem Jahr machten die bis Mitte Mai dauernden Eisheiligen ihrem Namen wieder alle Ehre, frostempfindliche Pflanzen sollten deshalb nicht zu früh nach draußen gestellt werden, so Walz.

Gärten bienenfreundlich gestalten

Jetzt sollen die Temperaturen aber wieder steigen und das freut nicht nur die Menschen, sondern auch die Bienen. Sie stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Gartentage und Staatssekretärin Gurr-Hirsch appellierte an die Besucher, ihre Gärten bienenfreundlich zu gestalten. Im Klartext: Blühende Wiesen statt Schotter. „Wir sollten in den Gärten mehr Vielfalt zulassen“, sagte auch Volker Kugel. Wie das aussieht, ist bei der mit Stauden und Frühjahrsblühern bepflanzten Schaufläche zu sehen. Zusammen mit dem Stadtimker und Lehrbeauftragten für Bienenkunde an der Pädagogischen Hochschule, Florian Schimpf, machten der Blüba-Direktor und die Staatssekretärin einen Rundgang durch die bienenfreundliche Gartenlandschaft. Auch im Blühenden Barock gibt es von Schimpf betreute Bienenvölker und die sorgen für einen richtig guten Honig. Ein Genuss von vielen, denn die Barocken Gartentage sind auch bekannt für ihre kulinarischen Angebote von mediterranen Köstlichkeiten bis zu Rosenblüten-Secco, von Olivenölen bis zu feinen Kräuterdips. Pflanzen aller Art von den Pfingstrosen bis zum Kräutertopf peppen die schöne Schau auf.

Auch die Gartengestaltung kommt bei der Ausstellung nicht zu kurz. Deko-Windräder drehen sich, stilvolle Gartenkeramik gibt es ebenso zu entdecken wie Objekte aus Holz, Stein oder Terracotta. Mediterranes Flair macht das Ambiente im heimischen Garten erst perfekt. Oder er wird im typisch britischen Cottage-Stil gestaltet. Dazu passen dann auch antike Gartenwerkzeuge und altes Flechtwerk. Täglich gibt es auf der Bühne im Südgarten Tipps, Vorführungen sowie Experteninterviews. Florian Schimpf bietet außerdem mehrfach täglich Führungen zu den Bienenstöcken an.

INfo: Die Barocken Gartentage haben bis Montag, 1. Mai, täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.