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von Julia Essich-Föll

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Meine Mitbewohnerin in der Studenten-WG kannte damals alle Pur-Songs auswendig. Für mich klang die Musik durch die dünnen Zimmerwände im Studienort kurz vor Ostfriesland ein bisschen nach Zuhause. Schließlich sind wir auf die gleiche Schule gegangen, die Pur-Leute und ich – allerdings nicht zeitgleich. Da fällt mir ein: Ich könnte meine Mitbewohnerin mal wieder anrufen. Ob sie heute immer noch alle Pur-Songs auswendig kennt?

enn nicht er, wer dann? Hartmut Engler, Frontmann von Pur, kennt sie natürlich alle, die Texte. Die Fans können aber locker mithalten. „Ich erinnere mich an ein Open-Air-Konzert, da hatten wir plötzlich Stromausfall. Aber das Publikum hat mit 5000 Stimmen den Song zu Ende gesungen. Das war Gänsehaut“, erzähl er mir am Telefon. Jetzt freut sich Engler erstmal auf die neue Open-Air-Tour, die am 13. Juli in der mechatronik Arena in Aspach startet. „Wir haben lauter schöne Plätze ausgesucht. Ich freu mich extrem drauf.“ Bevor’s aber los geht, macht Engler wie immer eine Heilfastenkur. „Ich hab das 1996/97 angefangen. Da war ich frisch Papa geworden und brachte nach zu vielen Partys und zu wenig Sport zu viele Kilos auf die Waage.“ 15 Kilo habe er abgenommen – in 23 Tagen. „Seither mach ich das regelmäßig. Und in der Zeit darf mir das Management keine Extratermine legen.“ Sport, so erzählt er mir, gehört ohnehin zur Routine dazu („fünf Mal die Woche Ausdauertraining“). Da ist die Sache mit dem Texten ein bisschen mühsamer. „Ich verweigere mich der Arbeit sehr lange.“ Aber irgendwann müsse eben das neue Album erscheinen. Dann ziehe er sich in seinen Gartenpavillon („Hartls Kirnhäusle“) zurück. „Da gibt es kein Telefon, gar nix. Nur Ruhe.“ Und dann klappe das eben auch mit neuen Songs. So wie für das Album Zwischen den Welten, mit dem es jetzt auf Tour geht.

o ein bisschen wie in einer anderen Welt hat sich auch die zehnjährige Julia aus Ludwigsburg gefühlt. Sie durfte bei den Dreharbeiten zu Soko Stuttgart eine Komparsenrolle übernehmen. Damit ist für sie ein lang ersehnter Traum in Erfüllung geganen, den der Verein Kinderglückswerk hat wahr werden lassen. Wie ein Profi hat sie die verschiedenen Einstellungen gespielt. „Mit jeder neuen Aufnahme hat es mir mehr Spaß gemacht“, erzählt sie. Und wer weiß, vielleicht wird sie ja selbst einmal Schauspielerin. Wie gut Julia ihre Premiere beim Film gelungen ist, das kann man um den Jahreswechsel herum im ZDF bestaunen.

ie Schauspielerei stand bei Burkhard Metzger, dem neuen Polizeipräsidenten, nie auf der Berufswunschliste. „Als Kind habe ich Jim Knopf gelesen, aber deshalb wollte ich trotzdem nicht Lokomotivführer werden.“ Stattdessen stand für ihn nach dam Abitur fest: Es geht zur Polizei. „Ich liebe meinen Beruf“, sagt er zu mir. Die zweite Liebe gilt seiner Frau und dem Reisen. „Als nächstes geht es nach Kroatien, da besuchen wir Freunde.“ Vietnam würde er gerne mal sehen, und überhaupt gebe es da noch einig weiße Flecken auf seiner Landkarte. Was immer mit ins Reisegepäck muss, sind Bücher. „Ich lese vier, fünf Bücher im Urlaub.“

s mag vielleicht ein bisschen wie Urlaub gewesen sein: Jürgen Walter, Grünen-Abgeordneter im Stuttgarter Landtag, war kürzlich in die Villa Hammerschmidt nach Bonn eingeladen, dem einstigen Amts- und Wohnsitz des Bundespräsidenten. Dort gab es ein Konzert für 100 geladene Gäste, ein kleiner, privater Auftakt für das Bonner Jazzfest. „Ich wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeladen“, erzählt mir Walter. „Vor ein paar Jahren haben wir festgestellt, dass Jazz der Soundtrack unseres Lebens ist. Daran scheint er sich erinnert zu haben.“ Na, da muss Jürgen Walter ganz schön Eindruck hinterlassen haben.

ch war ja schon lange auf keiner Hochzeit mehr. In meinem Freundeskreis sind alle unter der Haube, mal abgesehen von denen, die sich nichts aus einer Ehe machen, oder die sich ganz bewusst Zeit lassen. Und es gibt ja Leute, die lassen sich seeehr viel Zeit. Ganze 33 Jahre hat Buchhändler Hermann Aigner (87) mit seiner Inge zusammengelebt, jetzt wurde geheiratet! Wie schön! „Auf dem Standesamt waren rund 50 Freunde und Verwandte“, erzählt mir der junge Ehemann. Zum Sektempfang ging’s zu Luckscheiter, mit dem engsten Familienkreis zwei Tage an den Bodensee. „Arg verändert hat sich nichts“, meint er. Na, ist doch gut. Dann wird die Ehe ganz sicher auch halten. Herzlichen Glückwunsch!

So, und ich mach drei Wochen Pause. Wir sind ein bisschen mit den Nachwehen der Kommunalwahl beschäftigt. Danach geht’s in den Urlaub. Wir lesen uns also in vier Wochen wieder. Bis dahin, machen Sie‘s gut!

Fotos: Holm Wolschendorf, Oliver Bürkle, dpa, privat, Moritz Brucker

Haben Sie was gehört oder gesehen? Dann sagen Sie’s mir! E-Mail: Julia.Essich-Foell@lkz.de, Telefon (07141) 130-281.