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Leuchtende Traumpfade

Wenn es dunkel wird im Blühenden Barock

Zum ersten Mal in seiner Geschichte verlängert das Blühende Barock seine Saison bis in den Dezember hinein. „Leuchtende Traumpfade“ nennt sich die Ausstellung, die das Blüba exklusiv mit den Machern der Kürbisausstellung konzipiert haben. Direktor Volker Kugel verrät, was die Besucher erwartet, wenn es dunkel wird im Blüba.

Lichtblick in der dunklen Jahreszeit: Das Blühenden Barock zeigt Traumpfade.Foto: Wolschendorf
Lichtblick in der dunklen Jahreszeit: Das Blühenden Barock zeigt Traumpfade. Foto: Wolschendorf

Ludwigsburg. „Das ist für uns totales Neuland“, sagt Kugel. Und noch im Februar sei weder eine Saisonverlängerung noch eine Licht-inszenierung auf seinem Zettel gestanden. Weil das Blühende Barock jedoch aufgrund der Coronapandemie erst verspätet in die Saison starten konnte, wurde die Idee geboren, erstmals die Saison nicht mit dem Ende der Herbstferien zu beschließen, sondern noch ein paar Wochen dranzuhängen.

Mit „Leuchtende Traumpfade“ ist ein Konzept entwickelt worden, das den Park mit seiner Kürbisausstellung in ein ganz neues Licht setzt. Die Besucher werden auf einem 1,5 Kilometer langen Rundweg durch das Gelände geführt, entlang dessen sich 25 Einzelelemente reihen.

Start ist am Blüba-Eingang am hinteren Schlosshof. Von dort führt der Weg am Schloss vorbei zum Aussichtspunkt an der Nordfront des Schlosses, umrundet den Nordgarten, geht über die Platanenallee zurück mit Blick aufs Schloss, runter in die Kürbisausstellung, an der Emichsburg hoch Richtung Schüsselesee und durch die lange Platanenallee zurück zum Ausgangspunkt.

„Es geht dabei immer darum, die Natur und die Landschaft zu inszenieren“, sagt Kugel. „Es wird keine weihnachtliche Anmutung, kein weihnachtliches Gedöns geben!“ Der Blüba-Direktor hat selbst die einzelnen Lichtelemente und -effekte noch nicht gesehen. „Das ist volle Vertrauenssache.“ Verantwortlich für die Installation sind die Illuminationsspezialisten von Flash Art aus Bielefeld, die seit Jahren auch das Musikfeuerwerk im Blühenden Barock arrangieren. „Die können das“, ist Kugel überzeugt.

Besucher können auf ihrem Weg eintauchen in eine „Nebelwelt“, die Fontäne am See im Nordgarten in ganz neuer Beleuchtung bewundern, Spiegelkugeln auf dem See bewundern, sich von einer Seifenblasenoper verzaubern lassen oder durch einen Lasertunnel wandeln. Manche Stationen sind musikalisch untermalt, „aber es wird keine Dauerbeschallung geben“, betont Kugel. Die Musik soll auch immer nur an der jeweiligen Attraktion zu hören sein.

„Wir zeigen nicht lauter Weltwunder“, sagt er. Was hier zu sehen sei, sei nicht vergleichbar mit beispielsweise dem Christmas Garden in der Stuttgarter Wilhelma. Hier in Ludwigsburg gehe es mitunter ein bisschen zauberhaft, ein bisschen träumerisch zu. „Ich freue mich, das Blüba mal ganz anders zu sehen. Wir sind aber auch alle ein bissle nervös und stehen leicht unter Spannung.“ Dabei könnte Kugel eigentlich gelassen sein. Bislang gingen alle Konzepte, die gemeinsam mit Jucker Farmart auf die Beine gestellt wurden, auf.

Die Kürbisausstellung bleibt dabei bis zum Ende der Saison am 6. Dezember stehen. Die werde nicht vorher abgebaut. Um die Kürbisse vor Nachtfrost zu schützen, wurden extra Decken angeschafft, mit denen man alle Figuren innerhalb von eineinhalb Stunden komplett abdecken kann. Und nicht allein gegen Frost sollen die Decken schützen, sie haben möglicherweise noch einen ganz anderen Effekt. „Man stelle sich vor, es schneit“, erklärt Volker Kugel. „Wenn der Park eingetaucht ist in Weiß und wir dann die Decken abnehmen, leuchten die Kürbisse noch mehr als sonst. Das gibt ein einmaliges Bild!“ Natürlich halte man auch Streumittel bereit, für den Fall, dass es Bodenfrost geben sollte.

Der Märchengarten wird allerdings nicht in die „Leuchtenden Traumwelten“ eingebunden. Er wird wie immer mit Einbruch der Dunkelheit schließen. „Alles andere wäre viel zu gefährlich.“

Rund 100000 Euro kostet die Lichtinstallation. Die Summe teilt sich das Blüba mit Jucker Farmart. „Wir warten ab, wie das angenommen wird, vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Wiederholung“, meint Kugel.

Info: Die „Leuchtenden Traumpfade“ beginnen am Samstag, 31. Oktober. Die Inszenierung startet immer mit Einbruch der Dunkelheit, Ende ist um 21.30 Uhr. Für Dauerkartenbesitzer sind die Traumpfade im Preis inbegriffen, Tagesbesucher lösen eine Tageskarte (der Abendtarif entfällt). Die Gastronomie im Blühenden Barock hat geöffnet, die große Kürbis-Gastronomie schließt allerdings früher. Die Saison im Blühenden Barock endet am 6. Dezember.

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