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Corona

Wie schützt sich das Klinikum vor einem Corona-Ausbruch?

Nach dem massiven Corona-Ausbruch im Calwer Kreiskrankenhaus haben wir in Ludwigsburg nachgefragt, wie sich das Klinikum eigentlich schützt. Neben einer umfangreichen Teststrategie sowie einem ausgefeilten Hygienekonzept gibt es auch für den Fall eines Mutationsausbruchs ein Konzept zum Quarantäne-Management.

In einem Labor des Ludwigsburger Klinikums werden die Tests ausgewertet. Archivfoto: Holm Wolschendorf
In einem Labor des Ludwigsburger Klinikums werden die Tests ausgewertet. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Das Krankenhaus ist eine besonders empfindliche Einrichtung, wenn es um die Verhinderung eines Corona-Ausbruchs geht. Doch trotz der hohen Sicherheitsmaßnahmen lässt sich das Coronavirus nicht immer fernhalten, wie der aktuelle Ausbruch im Calwer Kreiskrankenhaus zeigt. Dort befindet sich die gesamte Belegschaft nun in Arbeitsquarantäne. Um das zu verhindern, versucht das Ludwigsburger Klinikum mit verschiedenen Konzepten, einen Ausbruch zu verhindern.

„Unsere Mitarbeiter und Patienten tragen FFP2-Masken, auch in patientenfernen Bereichen wie zum Beispiel in der Verwaltung, Technik und Reinigung“, sagt Dorothee Hüppauf, Referentin der Geschäftsleitung der RKH-Kliniken. „Des Weiteren gibt es eine umfangreiche Teststrategie sowie ein ausgefeiltes Hygienekonzept. Speziell für den Fall eines Mutationsausbruchs haben die RKH Kliniken ein Konzept zum Quarantäne-Management entwickelt.

Das Konzept beinhalte unter anderem Regelungen für ein striktes Entlassmanagement von nicht betroffenen Patienten und zu sofortigem totalem Aufnahmestopp. Auch seien Regelungen „zur engen Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden bezüglich der direkten Umsetzung der vergebenen Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf die Arbeitsquarantäne, Schließung des Hauses, Information der umliegenden Krankenhäuser und zur situationsangepassten Intensivierung der Testungen in Absprache mit den Gesundheitsbehörden“ in diesem Konzept beinhaltet.

Zur aktuellen Teststrategie teilt das Klinikum mit, dass Patienten und Mitarbeiter verdachtsunabhängig zweimal pro Woche getestet werden. „Bei positiven Mitarbeitern und Patienten erfolgt dann im Umfeld eine tägliche Testung mit Schnelltests in Absprache mit der Hygieneabteilung und dem Gesundheitsamt“, sagt Hüppauf. „Bei positivem Schnelltest wird der Mitarbeiter sofort bis zum Ergebnis des PCR-Tests in Quarantäne geschickt.“ Bei klinischem Verdacht erfolge bei Mitarbeitern die sofortige Isolierung und eine Testung mittels PCR. Die Abklärung eines Covid-Verdachts bei Patienten sei medizinisch komplexer. Je nach Symptomatik können bis zu drei PCR-Untersuchungen in enger Folge und „falls notwendig radiologische Bildgebung und Laboruntersuchungen“ erfolgen.

Wie das Klinikum mitteilt, konnten in Zusammenarbeit mit den Kreis- und Landesimpfzentren „die allermeisten Kollegen der Kategorie 1 zumindest bereits einmal geimpft werden“. „Zum Teil ist bei diesen Mitarbeitern bereits auch die zweite Impfung erfolgt, wofür wir alle sehr dankbar sind“, so Hüppauf. Mitarbeiter der Kategorie 1 sind zum Beispiel Mitarbeiter der Corona-Normal- und Corona-Intensivstationen. „Insgesamt sehen wir eine relativ hohe Impfbereitschaft bei den Mitarbeitern der Kategorie 1“, so die Referentin.

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