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Spätlingsmarkt

Wieder Genuss auf allen Ebenen

Im Landratsamt wurde am Montagabend der 23. Spätlingsmarkt eröffnet. Noch bis Samstag können Besucher zum Genießen und Erleben vorbeikommen.

Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Fotos: Holm Wols
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Foto: Holm Wolschendorf
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Fotos: Holm Wols
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Foto: Holm Wolschendorf
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Fotos: Holm Wols
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Foto: Holm Wolschendorf
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Fotos: Holm Wols
Viel los beim Spätlingsmarkt: Lore Wild aus Oberriexingen mit ihrer Flechtwerkstatt (oben links), der Landkreis Zwickau mit Stollen, Fettbemme und Bier (links unten) und die Köstlichkeiten des Komitats Pest in Ungarn. (rechts unten). Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Der Ansturm am Eröffnungstag des Spätlingsmarktes im Landratsamt war enorm. Lange vor der offiziellen Eröffnung am frühen Montagabend zog der Duft frisch zubereiteter Speisen durch das Kreishaus und es wurde an den 75 Ständen fleißig eingekauft.

Abschiedsstimmung lag in der Luft, als Landrat Rainer Haas das Wort ergriff. „Das ist der letzte Spätlingsmarkt, den ich als Landrat eröffnen darf“, richtete er sich an die Gäste im Foyer des Landratsamtes, darunter Repräsentanten aus dem Ausland. Schließlich ist es gute Tradition, dass nicht nur regionale Spezialitäten aus dem Landkreis, sondern auch aus den Partner- und Freundeslandkreisen Ungarn, Frankreich und Italien angeboten werden. Haas erinnerte an die Erfindung des Spätlingsmarktes gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, Karl Schmid, in seinem Büro. Seinen Namen erhielt der Spätlingsmarkt erst später: Franz-Josef Scherf, der als Mitarbeiter des Landratsamtes diese Veranstaltung viele Jahre betreute, hatte die Idee. Bei Spätling handelt es sich um eine schwäbische Bezeichnung für Herbst, erklärte Haas. Mittlerweile zieht Anja Loths die organisatorischen Fäden.

Vera Bullinger, amtierende Destillatkönigin, krönte mit ihrer Anwesenheit den Spätlingsmarkt und hielt ein flammendes Plädoyer für Regionalität: „Warum Chiasamen aus Mexiko importieren statt heimische Leinsamen kaufen?“ Zum 22. Mal war Christoph Scheurer aus dem Partnerlandkreis Zwickau mit von der Partie. Nicht ohne Stolz berichtete er, dass er mittags noch im Volkswagenwerk Zwickau gewesen sei, in dem offiziell mit der Produktion des Elektroautos begonnen wurde. „Der Spätlingsmarkt ist ein Markenprodukt des Landkreises Ludwigsburg, das auch wir nicht missen möchten“, sagte er. Die Freundschaft zum Kreis beschworen auch offizielle Gäste aus Italien und Ungarn.

Dass Qualität, Frische und Regionalität die Pfeiler des Spätlingsmarktes sind, stellt auch die 23. Auflage unter Beweis. Erstmals im Gepäck haben die Beschicker aus dem Partnerlandkreis Pest Sanddornprodukte, ungarische Salami und Käse. Vor dem Haupteingang werden Lángos und Spiralkartoffeln frisch zubereitet. Doch die Gäste aus Ungarn stellen auch ihr kreatives Geschick unter Beweis: So sind neben vielen anderen Dingen Salzstreuer aus Walnüssen, Küchengeräte aus Holz und Handpuppen zu bewundern. Die Produkte, die im Landkreis Zwickau hergestellt werden, haben nichts von ihrer Faszination verloren: Das Erzgebirge ist für seine Schnitz- und Drechselarbeiten berühmt, aber auch für seine deftigen Speisen.

Mit Kräutermischungen, Seifen, Gewürzen, Honig, Olivenöl, Lavendelsträußen und Textilien veredeln dagegen die Aussteller aus dem Department Vaucluse in der Provence den Markt mit französischem Flair. Guter Wein darf hier natürlich nicht fehlen. Rachel Alter aus dem Kibbutz Yiftah aus Obergaliläa präsentiert Stücke aus ihrer Schmuckkollektion „Edle Natur“. Käse, Salami, Schinken und andere Spezialitäten aus ihrer Heimat haben auch die Gäste aus der italienischen Provinz Bergamo mitgebracht. Roland Fischer ist nicht nur Vorsitzender der Ludwigsburger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV). In seiner Freizeit verarbeitet er Holz aus dem Pitztal zu Herzen, Tannenbäumen und anderen kleinen Kunstwerken. „Ich verarbeite nur das Holz von Bäumen, die von einer Lawine oder einem Sturm umgelegt worden sind“, erklärt er. Gemeinsam mit Ehefrau Brigitte verkauft er an dem DAV-Stand auch andere Produkte aus dem alpenländischen Raum.

Info: Der Spätlingsmarkt im Landratsamt, Hindenburgstraße 40, ist Mittwoch und Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr, Donnerstag von 9 bis 20 Uhr (Weinstaße bis 21 Uhr) und Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

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