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Wieder tote Feuersalamander

Naturschutzbund fordert jetzt eine Schranke – Tiere auf dem Feldweg überfahren

Ein tot aufgefundener Feuersalamander in Neckarweihingen. Foto: privat
Ein tot aufgefundener Feuersalamander in Neckarweihingen. Foto: privat

Ludwigsburg. Bereits im Juni dieses Jahres hatten tote Feuersalamander in der Gemarkung Bergstirn zwischen Neckarweihingen und Poppenweiler für Schlagzeilen gesorgt. Mehrere Tiere waren tot aufgefunden worden, die Todesursache blieb im Unklaren. Damals vermutete man mutwillige Tötung. Nun wurden erneut zwölf Feuersalamander gefunden, die jedoch, so Sven Langjahr vom Neckarweihinger Stadtteilausschuss, alle „eindeutige Spuren aufweisen, die auf eine Überfahrung zurückzuführen sind“.

Der Feldweg, auf dem die Tiere gefunden wurden, wird nachts häufig als Abkürzung genutzt. Um die Tiere zu schützen, wird jedes Jahr zur Wanderungszeit der Feuersalamander zwischen Februar und Anfang Juni ein Teil des Feldwegs mit einer Schranke abgesperrt. Aktuell werde der Feldweg aufgrund der Baustelle in Poppenweiler besonders stark frequentiert, schreibt Langjahr in einer E-Mail an die Stadtverwaltung. Darin appelliert er an die Stadt, die Schranke wieder zu schließen. „Ich bitte Sie eindringlich, geeignete Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten.“ Unterstützung bekommt Langjahr vom Vorsitzenden des Naturschutzbunds Ludwigsburg, Frank Handel. „Ich beantrage, die Schranke in Neckarweihingen dauerhaft zu schließen“, schreibt dieser. (red)