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Vorbereitung

Winzerfest mit Sektpremiere

Festweine sind Trollinger, Riesling Kastellan und Spätburgunder Weißherbst – Korkgeld und Preise unverändert

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Die Festweine zum Winzerfest werden traditionell von den Festlesmachern ausgewählt.Foto: Alfred Drossel

Ludwigsburg. Eigentlich war alles schon im Vorfeld klar: Winzerfest-Festweine werden der Wurmberg-Trollinger aus den Steillagen, das Weißwein-Aushängeschild Riesling Kastellan und der Felsengarten Spätburgunder Weißherbst. Probiert wurden die infrage kommenden sechs Weine von den Festlesmachern am Dienstagabend bei der traditionellen Festweinprobe aber trotzdem.

Von 18. bis 21. September werden zum Winzerfest viele Tausend Besucher erwartet, die bis zu 35 000 Liter Flaschen Wein genießen werden, verriet der Erste Beigeordnete Klaus Schrempf ein sonst streng gehütetes Geheimnis. Für Bürgermeister Steffen Bühler, Klaus Schrempf, Felsengartenkellerei-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Götz Reustle, FGK-Geschäftsführer Hans-Georg Schiller sowie die „Winzerfest-Arbeitsbienen“ der Stadtverwaltung, Sabine Keller und Anette Walz, lief die Weinprobe ab wie immer. Keine Probleme. Ein paar Anregungen und der Genuss edler Tröpfchen.

Eine Neuigkeit gab es aber doch: Die Felsengartenkellerei werde zum Winzerfest einen neuen Sekt mit dem Namen „49 Grad“ herausbringen, der einem Champagner sehr ähnlich sei, den man aber so nicht bezeichnen dürfe, sagt Hans-Georg Schiller. Probieren durfte das aus Premiumweinen nach dem Champagnerverfahren hergestellte Edelgetränk noch keiner. Es soll aber sehr fruchtig sein.

Nur unverbindliche Preisempfehlungen

Schultes Steffen Bühler wies darauf hin, dass man aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keine Festpreise mehr nennen dürfte. Deshalb gibt die Stadtverwaltung auch für den Festwein nur unverbindliche Preisempfehlungen heraus. Und die liegen beim Viertele – Weiß, Rot und Rosé – wie 2013 bei 3,50 Euro und bei der Flasche 14 Euro. Die Schorle Wein wird 2,80 Euro kosten, der Sekt 3,50 Euro, die Flasche 20 Euro. Der Secco wird mit 2,80 Euro pro Glas und 15 Euro für die Flasche angeboten.

Wie Klaus Schrempf betonte, werde man generell auf Stilgläser umstellen, weil aus ihnen der Wein am besten schmecke. Weinkelche werden für zwei Euro verkauft. Pro Glas wird ein Euro Pfand erhoben. Verboten ist nach wie vor Einweggeschirr. Betreiber von Kellern und Ständen bekommen für eine Gebühr von 20 Euro eine Schankerlaubnis für die vier Tage.

Die Sperrzeiten werden, wie Bürgermeister Steffen Bühler den Polizeiwunsch weitergab, an allen vier Tage auf 2 Uhr festgesetzt (wir berichteten). Für die Bewohner der umliegenden Gemeinden wird wieder ein Zubringerdienst eingerichtet.

Höhepunkt ist der Umzug am Sonntag

Besigheim ist bekannt für sein Winzerfest, das alle zwei Jahre stattfindet. An vier Tagen werden in Kellern, Schenken, Ständen und Zelten musikalische und vor allem auch kulinarische Köstlichkeiten dargeboten. Einen Höhepunkt stellt dabei der historische Festumzug mit mehr als 60 Gruppen am Sonntagmittag dar. Diesmal will man verstärkt um die Mitwirkung ausländischer Gruppen werben. Die Griechen, so Klaus Schrempf, hätten aber schon abgewunken.