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Spiritualität

Zur Ruhe kommen

Wo kann man in Ludwigsburg eine schöne Auszeit vom Alltag nehmen? Antworten darauf gibt die neue Broschüre der katholischen und evangelischen Kirche sowie der katholischen Erwachsenenbildung.

Römische Villa in Hoheneck
Römische Villa in Hoheneck

Ludwigsburg. Direkt einander gegenüber stehen die beiden Kirchen am Marktplatz. „Das lädt geradezu zum Dialog ein“, so Wolfgang Baur, Pfarrer der evangelischen Stadtkirche. Im Dialog stehen die beiden Kirchen schon eine Weile durch die Vernetzungsgruppe „Ökumene am Markt Ludwigsburg“. Daraus ist nun ein Heftchen entstanden, an dem auch die katholische Erwachsenenbildung beteiligt war. „Spirituelle Orte in Ludwigsburg“ heißt es.

Im Heft werden sogenannte Kraftorte vorgestellt, an denen man zur Ruhe kommen und seine Gedanken schweifen lassen kann. Die Autoren haben zu vielen der Orte einen kleinen Impuls geschrieben, der zum Nachdenken anregen soll. „Wir wollen nicht mit unseren Kirchen protzen“, betonte Jörg Maihoff von der katholischen Erwachsenenbildung bei einem Pressegespräch. Deshalb werden im Heft keine Kirchen vorgestellt, sondern „Orte des Alltags“.

Diese hat das Redaktionsteam gemeinsam ausgesucht. Autoren sind neben Maihoff auch etwa die Ludwigsburgerin Inge Kirsner, die an der Universität Paderborn Dozentin für Theologie ist, und Andrea Theile-Stadelmann, Rektorin der Carl-Schaefer-Schule. „Jeder hat so einen Ort, an dem er zur Ruhe kommt“, sagte Maihoff. Diese wurden ins Heft aufgenommen. Für ihn selbst ist das der „Grüß-Gott-Weg“ oberhalb von Poppenweiler (oberes Bild). Der Marktplatz gehört auch zu den Orten, an dem man abschalten kann. Hinter dem Haus der Katholischen Kirche am Marktplatz versteckt sich der Garten am Markt, der öffentlich zugänglich ist. Natürlich darf das Blühende Barock in der Liste nicht fehlen. Vor allem der Japangarten strahle eine Ruhe aus, die man im Trubel des Märchengartens oft vermisst. „Der Japangarten ist auch im Herbst und Winter interessant“, sagte Baur.

Doch die Autoren haben sich auch dazu entschieden, Orte mit in die Broschüre zu nehmen, die im ersten Moment vielleicht nicht unbedingt reinpassen. Das Kino „Luna“ sehe aus wie eine Kirche und im Inneren würden bei Vorführungen existenzielle Fragen aufgeworfen. Auch der Ludwigsburger Weihnachtsmarkt ist auf den ersten Blick nicht als Kraftort erkenntlich. Doch den Autoren haben es vor allem die Engel angetan. „Sie wachen in der Weihnachtszeit über die Ludwigsburger“, so Wolfgang Baur.

Info: Das Heft „Spirituelle Orte in Ludwigsburg“ liegt ab jetzt in den Kirchen sowie bei der katholischen Erwachsenenbildung aus.

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