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Silvesterfeuerwerk

Zwischen Gefahr und Faszination

Ab heute können Feuerwerkskörper für die Silvesternacht gekauft werden. Auch in diesem Jahr werden wieder Unmengen an Geld in die Luft gejagt. Damit das Feuerwerk zwar schön aussieht, aber niemand zu Schaden kommt, gilt es, einige wichtige Hinweise zu beachten.

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Kreis ludwigsburg. Es sieht schön aus, leitet das neue Jahr mit lauten Knallgeräuschen ein und bringt fast alle Menschen um Punkt 0 Uhr zum Staunen: das Feuerwerk in der Silvesternacht. Viele vergessen bei der Faszination allerdings, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auch gefährlich werden kann. Jeder Feuerwerkskörper ist mit einer Gebrauchsanweisung versehen, die laut Kreisbrandmeister Andy Dorroch unbedingt eingehalten werden muss. „Ein Feuerwerk sollte außerdem nicht in eng bebauten Gebieten gezündet werden“, sagt er. Auch ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Knallen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern verboten. Dieses Verbot gilt beispielsweise in den Altstädten von Besigheim, Marbach, Bietigheim oder Markgröningen. Auch auf dem Hohenasperg ist ein Feuerwerk verboten.

Wenn Raketen der Klasse II (Kleinfeuerwerk) entzündet werden, muss ein Abstand von mindestens 200 Metern zu Gebäuden eingehalten werden. Bei Böllern ist ein Abstand von 50 Metern vorgeschrieben. Raketen sollten in einer Flasche gezündet werden. „Die Rakete muss so aufgestellt werden, dass sie ungehindert aufsteigen kann“, sagt Dorroch. „Beschädigte Stockraketen dürfen nicht gezündet werden, da deren Flugbahn unberechenbar ist.“ Fehlgezündete Raketen seien auch der Grund für die meisten Einsätze in vergangenen Silvesternächten gewesen. Eine verunglückte Rakete könne schnell einen ganzen Dachstuhl in Brand setzen. „In den vergangenen zwei Jahren war es an Silvester allerdings verhältnismäßig ruhig. 2012/2013 und 2013/2014 hatten wir in der Silvesternacht deutlich mehr Einsätze und größere Brände.“

Für die Feuerwehr ist häufig auch ein natürlicher Helfer im Einsatz: der Regen. „Das hilft uns sehr, wenn es Silvester oder tags zuvor regnet“, sagt der Kreisbrandmeister. „Dadurch, dass alles nass ist, fangen die Dinge nicht so schnell Feuer.

Während die Feuerwehren und die Rettungsdienste in der Silvesternacht den Menschen zur Hilfe kommen und ihre Arbeit verrichten, beginnt für Matthias Brunner ein Teil seiner Arbeit bereits vier Tage vor Silvester. Seit 29 Jahren betreibt er einen Laden in Großsachsenheim, der sich auf den Verkauf von Pyrotechnik spezialisiert hat. „Während des Silvesterverkaufs ist es sehr voll“, sagt Brunner. „Aber so soll es sein. Die Menschen haben spezielle Vorstellungen, wie ihr Feuerwerk aussehen soll.“ Über 700 Feuerwerkskörper bietet Brunner zu Silvester in seinem Laden an. Den Käufern werde vor allem die farbliche Vielfalt immer wichtiger. „Es werden ganz spezielle Farben und Effekte gewünscht. Am Ende können wir fast jeden Wunsch erfüllen“, sagt er.