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Besichtigung

Ein Rechen holt Müll aus dem Fluss

Zisch-Reporter erfahren von Birgit Feltl alles Wissenswerte über das Wasserkraftwerk in Pleidelsheim

Ludwigsburg. Die meisten Wasserkraftwerke am Neckar sind zwischen fünf und sechs Meter hoch. Mit acht Metern ist das Wasserkraftwerk in Pleidelsheim eines der größten in der Gegend. An Wasserkraftwerken befinden sich meistens Schiffsschleusen. Auch in Pleidelsheim gibt es eine Schleuse, die allerdings von Schiffen nicht benutzt wird. Das Wasser fließt von Pleidelsheim weiter nach Hessigheim. Dort ist dann das nächste Wasserkraftwerk.

Die Zisch-Reporter notierten alle interessanten Fakten des Vortrags auf Klemmbrettern. Manche Kinder stellten interessante Fragen über das Wasserkraftwerk. „Wie viel Mitarbeiter arbeiten hier?“, darauf antwortete Birgit Feltl: „Es arbeiten hier ungefähr 100 Leute.“ Oder „Was passiert mit den Fischen?“ „Damit die Fische nicht sterben, können sie im Strom des Wassers die Fischtreppe hoch schwimmen.“ Die gestellten Fragen und Antworten nahmen die Reporter auf mitgebrachten Mikrofonen auf.

Nach dem Vortrag im Gemeinschaftsraum kam die ersehnte Führung durch das Wasserkraftwerk. Mit Kopfhörern an den Ohren, dass jeder alles verstehen konnte, bestaunten die Reporter den Rechen am Neckar, der den Schmutz aus dem Wasser alle zwei Stunden hochzieht. Leider nicht nur Äste und Gebüsch, sondern auch Haushaltsmüll schwimmt im Wasser. Der Müll wird dann in einen Container gefüllt und abtransportiert.

Früher wurde der Müll per Hand rausgefischt, als es den Rechen noch nicht gab. Der Rechen wurde erst später, nach dem Bau des Kraftwerks 1915, gebaut.

Nach den Rechen besichtigten die Schüler die Generatoren im Maschinenraum. Insgesamt vier Generatoren sind im Wasserkraftwerk Pleidelsheim. Sie besuchten auch das Büro des Chefs des Maschinenraumes. Dort schauten sie sich die Entwicklung des Süwag-Wasserkraftwerks an. Vom Maschinenraum ging es ein Stockwerk tiefer in die Turbinenkammer. Dort ist zu sehen, wie schnell sich die Turbine dreht. Bei den Generatoren und den Turbinen ist es sehr laut. Die Turbine und der Generator erzeugen Strom, wie bei einem Fahrraddynamo. Wenn wenig Wasser mit niedrigem Gefälle die Turbine antreibt, wird auch wenig Strom erzeugt. Das Gefälle ist entscheidend, denn je höher es ist, desto mehr Strom kann erzeugt werden. Gibt es wenig Wasser im Neckar, muss das Wasserkraftwerk abgeschaltet werden, denn am Neckar hat die Schifffahrt Vorrang. Im Anschluss an die Gebäudebesichtigung ging es raus zur Umspannungsanlage auf dem Süwag-Gelände. Danach besuchten alle die Auszubildenden, die einen Beruf zum Elektroniker für Betriebstechnik erlernen.

Am Ende der Führung ging es wieder in den Gemeinschaftsraum. Dort stellten die Reporter weitere Fragen und lernten etwas über den Stromverbrauch zu Hause. Stromsparen kann nämlich jeder.

Hannah und Alessia