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7,5 Prozent mehr gefordert

Fortschritte in Bahn-Tarifverhandlungen mit der EVG

Landsberg (dpa) - In den Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn gibt es in ersten Punkten Einigungen.

Tarifverhandlungen
«Mehr für Alle»: Protest von EVG-Mitgliedern vor dem Berliner Maritim Hotel, wo die Tarifverhandlungen stattfinden. Foto: Christoph Soeder

Dabei geht es etwa um Mietzuschüsse für Auszubildende, eine Verlängerung der Altersteilzeit und den Komplex Digitalisierung der Arbeitswelt, wie beide Seiten nach drei Verhandlungstagen in Landsberg bei Halle (Saale) mitteilten. Zu den Kernforderungen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gibt es aber noch kein Ergebnis.

Die EVG fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent. Dabei sollten die Arbeitnehmer wählen können, ob sie das zusätzliche Geld nehmen oder stattdessen mehr Urlaub oder eine Arbeitszeitverkürzung. Beide Seiten wollen darüber am 6. Dezember in Hannover weiter verhandeln.

«Es ist schon jetzt erkennbar, dass das nicht einfach werden wird», sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. «Wir sind noch lange nicht durch und vertrauen auch weiterhin auf die Aktionsfähigkeit unserer Mitglieder», warnte Rusch-Ziemba die Arbeitgeberseite. Die Bahn kündigte für Anfang Dezember «ein umfassendes Gesamtangebot» an.

Einig wurde man in Landsberg nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auch beim Jobticket, beim Umgang mit Reisezeit und beim Mindesturlaub für Auszubildende.

Bahn-Personalchef Martin Seiler sagte, zwar habe man hinter wichtige Punkte einen grünen Haken gesetzt, betonte aber zugleich: «Am Ende kommt es auf die Gesamtbewertung des Pakets an.»

Die Bahn verhandelt parallel für rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Der Konzern will dabei vergleichbare Ergebnisse erzielen. Diese Gespräche werden an diesem Montag fortgesetzt.

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