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Zäher Tarifkonflikt

Verdi bereitet Streiks bei Eurowings vor

Frankfurt/Berlin (dpa) - Im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Lufthansa-Tochter Eurowings für rund 1000 Kabinenbeschäftigte stehen die Zeichen auf Eskalation. Die Arbeitnehmervertreter drohen mit Streiks.

Angesichts monatelanger ergebnisloser Verhandlungen «bereite man sich nun auf Arbeitskampfmaßnahmen vor», teilte Verdi in Berlin mit. Ein Datum für die möglichen Streiks wurde nicht genannt.

In den vergangenen Runden sei keine entscheidende Annäherung erzielt worden, betonte Verhandlungsführer Volker Nüsse. «Die Situation ist für die Beschäftigten nicht mehr länger tragbar. Sie arbeiten am Limit und erhalten keine Klarheiten über die angewendeten Einsatzbedingungen.»

Die Gewerkschaft forderte verlässliche Dienstpläne, Arbeits- und Bereitschaftszeiten und wirft Eurowings vor, diese ohne tarifliche Grundlage zu ändern. So gebe es bis zu 18 Stunden lange Dienste. In den Verhandlungen geht es auch um Beschäftigte, die von der insolventen Air Berlin zur Eurowings kamen.