08. September 2018

Bei smarten Hausgeräten Datenschutz prüfen

Ein smarter Herd bietet Rezepte an, zum Teil können die benötigten Lebensmittel direkt bestellt werden, und am Ende wird das Rezept noch auf einer Plattform bewertet. Solche Vernetzungen sind zwar durchaus praktisch, unter Umständen gibt der Nutzer dadurch aber auch sensible Daten über sich preis.

Wer sich für vernetzte Haushaltsgeräte entscheidet, sollte vor der Nutzung die Datenschutzrichtlinien genau lesen. Foto: Robert Bosch Hausgeräte GmbH/Robert Bosch Hausgeräte GmbH/obs
Wer sich für vernetzte Haushaltsgeräte entscheidet, sollte vor der Nutzung die Datenschutzrichtlinien genau lesen. Foto: Robert Bosch Hausgeräte GmbH/Robert Bosch Hausgeräte GmbH/obs

So praktisch sie sind – vernetzte Haushaltsgeräte können unter Umständen ein Sicherheitsproblem darstellen. Aus diesem Grund empfiehlt der Tüv Rheinland Nutzern auch, etwa vor dem Kauf einer smarten Küchenmaschine, die sich per App oder Tablet steuern lässt und mit anderen Geräten kommuniziert, in den Richtlinien der Hersteller nachzulesen, wie diese mit Daten umgehen. Das gilt auch vor dem Download einer Steuerungs-App.

So kann es sein, dass die Hersteller Informationen über die Besitzer der Geräte, ihre Nutzungsgewohnheiten und damit ihren Alltag sammeln. Diese Daten sind zum einen wertvoll für gezielte Werbung, und zum anderen auch in der Produktentwicklung der Unternehmen gefragt.

Daher sollten Kunden in den Datenschutzrichtlinien überprüfen, ob die Hersteller die Informationen nur für interne Zwecke verwenden oder an eine externe Gesellschaft weitergeben. Ist die Formulierung unklar, sollten Kunden nachfragen, statt vorschnell Datenschutz- oder Nutzungsbedingungen zu akzeptieren, rät Uwe Wienand, Tüv-Experte für smarte Haushaltsgeräte. Viele Texte seien geschönt formuliert, um wichtige Informationen darin zu verstecken.

Unterschieden werden müssen dabei zwei Arten von vernetzten Hausgeräten: Systeme, die als geschlossen oder proprietär bezeichnet werden. Sie funktionieren nur mit den Geräten eines Herstellers und werden über Funk und eigene Apps gesteuert. Sie gelten laut dem Tüv-Experten Wienand als „eher unkritisch“.

Sind die Systeme jedoch offen, können Geräte verschiedener Hersteller darüber arbeiten und sich verbinden. Sie werden über einen Sprachsteuerungsassistenten oder eine Cloudlösung gesteuert. Hier besteht die Gefahr, dass Nutzerdaten gesammelt und weitergegeben werden.

Als ein Beispiel dafür nennt der Tüv Koch-Assistenten, wie sie beispielsweise in vernetzten Küchenmaschinen oder Herden zu finden sind: Köche rufen darüber Rezepte ab, bestellen vielleicht sogar die passenden Zutaten online und bewerten das Gericht am Ende in einer Plattform. Daraus könnte der Hersteller etwa ablesen, wie viele Personen welchen Alters und Geschlechts im Haushalt leben und sogar wo sich dieser befindet. (tmn)

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