Ludwigsburg | 01. April 2017

Ein bisschen 70er Jahre fürs Bad

Die 70er Jahren waren für die Badezimmer eine besonders grausame Zeit. Fliesen, Wanne, Toilette und Waschbecken trugen verwaschene Farben mit den schönen Namen Bahama-Beige und Moosgrün. Auch Braun war damals beliebt. Wer heute so ein Badezimmer sieht – ist meist wenig begeistert.

Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
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Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
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Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
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Mit grifflosen Türen und Push-to-open-Auszügen sowie einer Smartphone-Ladestation am Regal präsentiert sich beispielsweise die neue Badezimmerkollektion Finion von Villeroy & Boch aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept sehr wohnlich. So soll das Badezimmer nicht nur wohnlicher werden, sondern auch als Spa, etwa mit einem Kneippbecken oder, bei ausreichend Platz, als Fitnessstudio dienen. Die neuen Designs bieten außerdem die Möglichkeiten, das Badezimmer schneller umzugestalten. So bestehen die Badewanne und das Waschbecken von Bette aus einem Körper aus Stahl und Email, überzogen mit gewebtem, wasser- und klimaresistentem Stoff. Fotos: Karsten Jipp/VDS/Messe Frankfurt/dpa-tmn (3)// Villeroy & Boch/dpa-tmn
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Nun erwarten aber Branchenexperten, dass ausgerechnet der Stil der Siebziger wieder Vorbild für die Gestaltung des Badezimmers wird. Auf der ISH, der nach eigenen Angaben weltgrößten Leistungsschau für Baddesign, Heiz- und Klimatechnik in Frankfurt am Main, war nun genau das zu sehen.

Aber kommt wirklich das zurück, was viele gerade erst aus ihren Badezimmern verbannt haben? Nun müsse man erst mal zurückschauen, sagt Trendforscher Frank A. Reinhardt, der für die Messe eine Ausstellung konzipiert hat. Die beliebten Farben der 70er Jahre hielten sich ziemlich lange im Badezimmer, denn dieses werde ja nicht allzu oft umgebaut. Aber nach und nach löste Weiß das Sandbeige und typische Grün ab. Heute sei zu 90 Prozent die Keramik weiß, sagt Reinhardt.

Und das ist die beruhigende Nachricht: Daran wird sich nach Ansicht des Experten auch nicht viel ändern. „Die Siebziger kommen viel subtiler und in Akzenten zurück“, erklärt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft.

Zwar gibt es heute natürlich auch im Badezimmer wie im gesamten Wohnbereich den alles andere überschattenden Megatrend der Individualisierung. Letztlich kann sich also jeder aussuchen, was er haben möchte. Auch die Palette der Keramikfarben sei inzwischen breitgefächert, sagt Stefan Seitz, Leiter des Brandmanagements der ISH.

Fest installierte Elemente: zeitlos und klassisch

Aber die Keramiken werden zum großen Teil doch weiß bleiben, so die Experten. Im Massengeschäft werden die fest installierten Elemente im Bad „zeitlos und klassisch“ sein, so Wischmann. Insgesamt erwarten die Experten eine Farbpalette aus hellen bis dunklen Grautönen, Cremeweiß und angegrauten Weißtönen, dazu begleitende Rosé-Töne. Aber auch etwa skandinavisch inspirierte Paletten aus Weiß, hellem Braun, etwa durch Holz, und blasse Blautöne seien angesagt.

Das heißt: Nicht die Keramik ist der Hingucker. Gestaltet wird vielmehr vor allem über Möbel und Accessoires – die zudem nicht mehr wirken, als seien sie klassische Gegenstände für eine Nasszelle. Vielmehr könnten die neuen Kollektionen der Hersteller auch im Wohnzimmer Platz finden. Und genau hierfür kommt dann eben der Stil der Siebziger ins Spiel.

Ziel ist es insgesamt, das Badezimmer wohnlicher zu machen. „Das Badezimmer soll heute nicht mehr nur zweckmäßig sein wie früher, sondern auch optisch ansprechend“, sagt Branchensprecher Jens J. Wischmann. Denn heute verbringen die Menschen darin wesentlich mehr Zeit als früher. „Man geht nicht mehr nur auf die Toilette und duscht“, sagt Reinhardt, „man hält sich darin richtig auf.“ Und Wischmann ergänzt: „Wir nehmen uns auch mehr Zeit und haben viel mehr Utensilien für mehr Körperpflege. Vater hatte sein Old Spice – und das war’s. Heute reicht das nicht mehr.“

Die Branche hat das bereits längst für sich entdeckt und unterfüttert in allen Preiskategorien das veränderte Verhalten der Menschen bei der Körperpflege – zum Beispiel mit stilvolleren Schränken und Regalen, die mehr Stauraum bieten. Sogar Stühle, Tische, Liegen und Sofas stehen im Badezimmer.

Das Angebot der Hersteller auf der ISH ist in diesem Jahr gewachsen, so präsentierte Villeroy & Boch zum Beispiel die neue Komplettkollektion Finion aus Badkeramik, Möbel und Beleuchtungskonzept. Die Möbel verfügen über grifflose Türen, Push-to-open-Auszüge und sogar integrierte Smartphone-Ladestationen – Elemente, die auch schon von Wohnzimmer-Möbeln bekannt sind.

Auch wagen sich nun Hersteller auf den Markt für Badezimmer-Möbel, die zuvor nur die anderen Wohnräume bestückten: Team 7 etwa kooperiert mit dem Badeinrichter Keuco für die Edition Lignatur mit Möbeln aus Massivholz.

Und sogar das Fitnessstudio könnte künftig im Bad einziehen – vorausgesetzt, es ist ausreichend Platz vorhanden. Denn auch der Trend zu mehr Wellness zu Hause bleibt. Damit gemeint sind nicht Kerzenschein, Gesichtsmasken und ein Schaumbad zur Entspannung. „Es muss aber auch nicht das private Spa auf 20 Quadratmetern sein“, betont Wischmann. Zwar bietet inzwischen fast jeder Badeinrichter auch Dampfduschen oder Kneippbecken für zu Hause an, aber letztlich kann es auch einfach nur ein preiswerterer Schlauch in der Dusche für Aufgüsse sein. Natürlich ist aber auch mehr möglich: „Wer den Platz hat, der holt inzwischen die Sauna aus dem Keller und integriert sie im Bad“, so Wischmann.

Auch Wände und Böden sollen den Wandel mitmachen: Die im Bad üblichen Fliesen wirken steril, eher nüchtern und nicht gemütlich. Hier hat sich in den vergangenen Jahren bereits viel getan: Für die Wände und Böden wurden etwa Baustoffe wie Parkett und Laminat weiterentwickelt, so dass sie besser mit Feuchtigkeit klarkommen, während die Fliesenhersteller inzwischen in der Lage sind, ihre Produkte so zu gestalten, dass sie wie Holz oder andere wärmere Materialien aussehen. Auf diese Weise bekommen etwa Duschen eine ganz andere Optik. Auch gibt es bereits die ersten Badewannen mit Stoffbezügen an den Außenwänden.

Schnellere und häufigere Veränderungen im Bad

Reinhardt vermutet, dass sich im Badezimmer künftig schneller etwas verändern wird. Während Bäder bisher eher selten neu gestaltet wurden, oft jahrzehntelang nicht, ermöglichen die neuen Materialien einen schnelleren Wechsel und machen ihn teils sogar notwendig, sagt der Trendscout. Darin fließt auch der Konsumgedanke der Menschen mit ein: Heute möchte man sich und seine Einrichtung öfter mal verändern. „Aber das Badezimmer komplett umzubauen, ist viel zu teuer“, sagt Branchensprecher Wischmann. Auch deswegen geht die Hauptrolle der Gestaltung des Badezimmers an die billiger und schneller austauschbaren Möbel und Accessoires über, während die Keramik tendenziell eher konservativ und schlichter bleibt.

VON Simone Andrea Mayer
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