01. September 2018

Holzvorräte jetzt auffüllen

Auch wenn die Temperaturen derzeit noch recht mild sind, der nächste Winter kommt bestimmt. Wer seine vier Wände mit Holz heizt, für den ist es jetzt an der Zeit, das Lager zu füllen.

Gut einen Kubikmeter Holz im Jahr brauchen Ofenbesitzer, die ihre Anlage regelmäßig nutzen. Foto: Kai Remmers/dpa
Gut einen Kubikmeter Holz im Jahr brauchen Ofenbesitzer, die ihre Anlage regelmäßig nutzen. Foto: Kai Remmers/dpa

Die Tage werden bereits spürbar kürzer und die Abende kühler. Bald sind sie wieder da, die gemütlichen Abende vor dem Kamin. Wer für den kommenden Winter noch nicht ausreichend Holz im Haus hat, sollte sich jetzt um seine Vorräte kümmern.

Wo kauft man das Holz am besten?

„Wer seinen Kamin regelmäßig nutzt oder einen Kachelofen betreibt, benötigt einige Kubikmeter Holz im Jahr“, erklärt Volker Lenz vom Deutschen Biomasseforschungszentrum in Leipzig. „Mit der Sackware aus dem Baumarkt kommt man nicht sehr weit.“ Günstiger ist es, das Holz im Fachhandel zu ordern oder sich beim Förster um die Reste von einem Holzeinschlag zu bemühen. Bei letzterer Option muss allerdings bedacht werden, dass sich frisch geschlagenes Holz nicht für die nun anstehende Saison eignet, da es noch zu feucht ist und erst einmal trocknen muss.

Wann darf frisches Holz im Ofen

landen?

Laut Gesetz darf nur Holz verbrannt werden, dessen Feuchtegehalt bei maximal 25 Prozent liegt, das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent. Zwar ist der Wert abhängig von der Witterung und der Holzart, es lässt sich laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald aber bei frisch geschlagenem Holz meistens von 100 bis 150 Prozent Holzfeuchte ausgehen, das ist ein Wassergehalt von 50 bis 60 Prozent. Das bedeutet, dass die Scheite in der Regel ein bis zwei Jahre an der Luft trocknen müssen, wobei harte Hölzer wie Eiche und Buche länger zum Trocknen brauchen als weiche Sorten wie Kiefer und Fichte.

Welchen Schaden richtet feuchtes

Holz an?

„Ist das Holz zu feucht, quillt oft aus dem Schornstein dunkler Rauch, und es liegt ein unangenehmer Geruch in der Luft“, erklärt Alexis Gula vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks in Sankt Augustin bei Bonn. „Weil die Temperatur im Ofen durch das Verdampfen der Feuchtigkeit absinkt, verbrennt das Holz unvollständig. Als Abfallprodukte entstehen Ruß und Teerpartikel, die mit dem Rauch durch den Schornstein entweichen, sich aber auch im Ofen, Ofenrohr und Schornstein absetzen.“ Diese Rußschicht mindert den Wirkungsgrad des Ofens und noch schlimmer: Sie kann sich entzünden.

Welches Holz wird empfohlen?

Aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen sollten heimische Hölzer für den Kaminofen verwendet werden. „Der Brennraum der Kamine ist in der Regel für Hartholz wie Buche und Eiche ausgelegt. Die haben weniger Harz als weiche Sorten und verschmutzen den Innenraum nicht so sehr“, erklärt Lenz. Fichte und Kiefer sind für Einzelraumfeuerstätten meist weniger geeignet. Sie verursachen höhere Emissionen. „Weichholz wird häufig für Biomassekessel genutzt.“

Der Experte empfiehlt, beim Kauf von Brennholz auf entsprechende Hinweise auf der Verpackung zu achten. „Steht lediglich Scheitholz drauf, kann es sich um gemischtes Holz handeln.“

Belastetes Holz, etwa mit Farb- oder Lackresten, gehört auf keinen Fall in den Ofen. „Wer seinen alten Gartenzaun verheizt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, so Liesegang. „Durch das Verbrennen von Farben, Lacken und anderen Chemikalien, die dem Holz anhaften, entstehen hohe Emissionen und giftige Stoffe wie Dioxine und Furane.“ (dpa)

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