12. Oktober 2018

Was tun, wenn jemand stirbt?

Der Ratgeber „Was tun, wenn jemand stirbt?“ hilft Angehörigen, sich in Bestattungsfragen zu orientieren.

Das Werk gibt wertvolle Tipps zu Fragen rund um die Bestattung. Foto: Verbraucherzentrale
Das Werk gibt wertvolle Tipps zu Fragen rund um die Bestattung. Foto: Verbraucherzentrale

Der Tod ist in unserer Kultur häufig ein Tabuthema. Stirbt jedoch jemand aus dem nahen Umfeld, holt uns der Tod wieder ein. Was tun im Trauerfall? – Die Verbraucherzentrale gibt folgende Tipps:

1) Todesschein und Sterbeurkunde ausstellen lassen: Ein Arzt muss den Totenschein ausstellen. Dieser kostet in der Regel zwischen 50 und 100 Euro, die Krankenkassen tragen die Kosten nicht. Mit dem Totenschein müssen Angehörige beim Standes- oder Bürgeramt eine Sterbeurkunde beantragen – und zwar in dem Ort, in dem der Mensch verstorben ist.

2) Bestatter aussuchen: Wenn es die Geldbörse zulässt, können sich Angehörige an einen Bestatter wenden. Der unterstützt und übernimmt anstehende Formalitäten.

3) Kosten kalkulieren: Der Bestatter hilft Angehörigen, die Kosten im Auge zu behalten, denn eine Beerdigung kann durchaus teuer werden. Doch es gibt – bis auf städtische Gebühren, die anfallen – viel Wahlfreiheit.

4) Bestattung vorbereiten: Hat der Verstorbene seine Bestattung selbst verfügt, müssen sich Angehörige daran halten. Ohne eine Verfügung müssen sie sich selbst Gedanken machen, wie die Bestattung aussehen soll.

5) Ruhestätte wählen: Viele Menschen finden ihre letzte Ruhe auf einem Friedhof. Inzwischen gibt es aber auch Alternativen wie Friedwälder. Bei der Wahl der Ruhestätte gilt es, sich an gesetzliche Vorschriften zu halten.

6) Trauerfeier organisieren: Kirchlich oder nichtkirchlich? Und was ist, wenn der Verstorbene aus der Kirche ausgetreten ist? All diese Fragen müssen Angehörige klären – die Trauerfeier soll zum Verstorbenen und den Hinterbliebenen passen.

7) Totenbriefe und Traueranzeigen formulieren: Wie sollen nahestehende Menschen informiert werden? Es gibt die Möglichkeit, eine Zeitungsanzeige zu schalten oder auch Trauerbriefe zu verschicken.

8) Sarg und Totenbekleidung wählen: Bei Särgen kann man die Kosten steuern. Manche kosten 350 Euro, andere weit über 1 000 Euro. Zu beachten ist, dass die Bestatter auch beim Sarg immer mitverdienen.

9) Rechnungen überprüfen und Formalitäten erledigen: Alle Rechnungen sollten anhand von Kostenvoranschlägen überprüft werden. Außerdem stehen nach der Beerdigung noch viele Formalitäten an wie Bankkonten auflösen, Versicherungen kündigen und weitere.

10) Und danach: Sind alle Dinge erledigt, beginnt meist die Zeit der Trauerbewältigung. Wer alleine nicht klarkommt, sollte sich in jedem Fall Hilfe suchen – in Form einer Selbsthilfegruppe oder anderen Begleitung.

Info: Den Ratgeber „Was tun, wenn jemand stirbt?“ der Verbraucherzentrale gibt es für 14,90 Euro im Buchhandel oder bei der Verbraucherzentrale, Telefon: (0211) 3 80 95 55 sowie im Internet: www.ratgeber-verbraucherzentrale.de (red)

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