04. Juni 2012

«Sushi: The Global Catch»: Folgen des Booms

Berlin (dpa) - Sushi galt noch vor 20 Jahren als Delikatesse. Inzwischen sind Menschen weltweit auf den Geschmack des japanischen Leckerbissens gekommen. Doch während die Japaner die Zubereitung noch als Kunst zelebrieren, gibt es andernorts den rohen Fisch mit Reis sogar im Supermarkt zu kaufen.

«Sushi: The Global Catch»
Das Filetieren der Thunfische im Tsukiji-Fischmarkt in Tokio. Foto: Neue Visionen
dpa

Doch der weltweite Sushi-Boom hat Folgen - vor allem für die Thunfische, die vom Aussterben bedroht sind, wie die Kinodokumentation «Sushi: The Global Catch» eindrucksvoll zeigt. Besonders gefährdet: Der Blauflossenthun, der sich auch im Mittelmeer tummelt. Seit 1950 ist der Bestand nach Angaben von Umweltschützern um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.

Regisseur Mark S. Hall spannt in seinem Film einen Bogen: Von den japanischen Traditionsküchen über den berühmten Tsukiji-Fischmarkt in Tokio bis hin zu Imbiss-Ständen mit Fastfood-Sushi. Er hat berühmte Sushi-Meister ebenso interviewt wie Umweltaktivisten und Meeresbiologen. Sein Fazit: der Thunfisch ist zu wichtig für das Ökosystem Meer, um ihn nach und nach auszurotten.

(Sushi: The Global Catch, USA 2011, 75 Min., FSK ab 0, von Mark S. Hall)

Sushi: The Global Catch

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