10. September 2012

Zorniger Humor gegen Intoleranz: «Parada»

Berlin (dpa) - Eine breite Akzeptanz offen homosexuell lebender Menschen gibt es in Serbien nicht. Anhand der Geschichte des Versuchs einer Pro-Gay-Demo geht «Parada» dagegen mit grellem Humor an.

'Parada'
Wunderbar schwarze Komödie mit Nikola Kojo (l) und Milo Samolov. Foto: Neue Visionen Filmverleih
dpa

Regisseur Srdan Dragojevic lässt ausgerechnet eine Truppe schwulenfeindlicher Krimineller zu Beschützern des bunten Umzugs werden. Das führt natürlich zu viel derbem Witz. Der deckt die Probleme von Homosexuellen, die um ihr Leben fürchten müssen, nicht zu. Im Gegenteil. Die bitteren Pointen erhellen deutlich die bedrohliche Situation von Minderheiten, ob nun in Serbien oder wo auch immer, ob ethnisch, sexuell, religiös, kulturell oder sonst wie begründet. Das ist überaus wirkungsvoll.

Parada, Ungarn/ Serbien/ Kroatien/ Slowenien/ Deutschland 2011, 94 Minuten, FSK ab 12, von Srdan Dragojevic, mit Nikola Kojo, Milos Samolov, Hristina Popovic

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