25. September 2014

AC/DC-Gründer Malcolm Young hört wegen Krankheit auf

Canberra (dpa) - Fans der legendären Rock-Gruppe AC/DC weltweit sorgen sich um den Bandgründer Malcolm Young. Der 61-Jährige könne aus Gesundheitsgründen nicht länger mit der Band auftreten, teilte die Gruppe mit. Wie es genau um den Gitarristen steht, ist nicht bekannt.

AC/DC
Malcolm Young (l) verlässt AC/DC aus Gesundheitsgründen. Foto: Sara Johannessen
dpa

Er hatte bereits im Frühjahr eine Auszeit aus gesundheitlichen Gründen angekündigt. AC/DC gehört mit 200 Millionen verkauften Alben und Bestsellern wie «Highway to Hell» zu den erfolgreichsten Rockbands der Musikgeschichte.

Mit der Hiobsbotschaft über Malcolm Young kündigte die Band aber gleichzeitig neue Aktivitäten an und wischte Spekulationen über ein Ende nach mehr als 40 Jahren vom Tisch: Erstmals seit sechs Jahren werde es ein neues Album geben, und 2015 gehe AC/DC auf Tournee, teilte das Management Alberts Music mit. An der Gitarre sei dann der Neffe der Gründer, Stephie Young, zu hören. Die Band hatte das Album in Vancouver in Kanada aufgenommen.

Vor der Reise nach Vancouver sagte der Sänger Brian Johnson der Zeitung «Daily Telegraph» im Frühjahr: «Wir werden uns ein paar Gitarren schnappen und ein bisschen rummachen und mal sehen, ob einer Ideen oder Melodien im Kopf hat.» Das neue Album heißt «Rock or Bust» und soll Ende November herauskommen.

Malcolm Young hatte die Band 1973 mit seinem Bruder Angus und Freunden gegründet. Mindestens 15 Mal haben Bandmitglieder schon gewechselt. Immer wieder wurde der Abgesang auf die australische Rockband geschrieben, wie 1980, nachdem Sänger Bon Scott nach Alkoholexzessen starb. Wenige Monate später produzierte AC/DC mit dem neuen Sänger Brian Johnson dann sein erfolgreichstes Album «Back in Black». Angus ist nun das einzige verbliebene Gründungsmitglied.

Als im Frühjahr erste Gerüchte über eine Erkrankung des gebürtigen Schotten Young kursierten, schrieb ein Langzeit-Fan namens Mike diese Liebeserklärung auf die Webseite des «Daily Telegraph»: AC/DC habe es immer simpel gehalten, sich nie an Modetrends orientiert und sei seinen Wurzeln treugeblieben. «Es gibt nur drei Sachen, die im Leben sicher sind: Steuern, der Tod und dass ein AC/DC-Konzert einen vom Hocker haut.»

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