08. März 2014

Deutscher Opernsänger hilft Metropolitan Oper

New York (dpa) - Mit einer spontanen Rettungsaktion hat der deutsche Opernsänger Matthias Goerne der berühmten Metropolitan Oper in New York aus der Klemme geholfen.

Matthias Goerne
Der Bariton Matthias Goerne kam unverhofft zu einem Auftritt in der Metropolitan Oper. Foto: Bodo Marks
dpa

Nachdem ein Kollege kurzfristig krankheitsbedingt für die Hauptrolle in der Oper «Wozzeck» abgesagt hatte, sprang der Bariton kurzentschlossen für die schwierige Rolle ein. «Ich hatte 90 Minuten Vorbereitungszeit für eine zweistündige Oper», sagt Goerne. «Und es war nicht die Zauberflöte, wo man den Papageno singt, sondern eine heftige, laute und physisch anstrengende Rolle.»

Glücklicherweise hatte der 1967 in Weimar geborene Goerne die Rolle gerade eine Woche zuvor an der New Yorker Carnegie Hall gesungen. «Nur deswegen konnte ich überhaupt zusagen.» Am Abend zuvor war er allerdings ebenfalls an der Carnegie Hall aufgetreten und konnte deswegen erst im letzten Moment für die Aufführung am Donnerstagabend (6. März) zusagen. «Ich musste einfach die Sicherheit haben, dass ich es schaffen würde. In Verbindung mit der Nacht zuvor, wo ich dieses lange und anstrengende Konzert gesungen habe, war das schon eine Herausforderung.»

Lampenfieber habe er trotzdem keins gehabt, sagte Goerne, der zuvor bereits mehrfach als Papageno in der «Zauberflöte» auf der Bühne der renommierten Metropolitan Oper stand. Am Ende sei dann auch glücklicherweise alles reibungslos gelaufen.

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