Umbau des Wohnhauses
24. September 2018

Komponist Schumann bekommt in Düsseldorf ein Museum

Robert Schumann war Mitte des 19. Jahrhunderts nur ein paar Jahre Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Trotzdem ist der Komponist in der Stadt sehr gegenwärtig.

Schumann-Haus in Düsseldorf
Robert und Clara Schumanns Wohnhaus in Düsseldorf soll ein Museum werden. Foto: Horst Ossinger
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Düsseldorf (dpa) - Der Ausbau der bisherigen Gedenkstätte für den Komponisten Robert Schumann (1810-1856) in Düsseldorf zu einem Museum ist beschlossene Sache. Etwa im Oktober 2020 solle der rund 3,2 Millionen Euro teure Umbau eines ehemaligen Wohnhaus des Musikers beendet sein, erklärte die Stadt.

Schumann lebte von 1850 bis 1854 in Düsseldorf. Das Haus in der Bilker Straße 15 ist das einzige in der historischen Bausubstanz erhaltene Wohnhaus der Familie Schumann. Der Komponist der Romantik schuf in seiner Düsseldorfer Zeit etwa ein Drittel seines Gesamtwerks.

In der Ausstellung sollen Notenblätter, Handschriften, Briefe und Programmzettel gezeigt werden, die bislang nur selten oder gar nicht zu sehen waren. Ein besonders wertvolles Exponat ist das Notenblatt von Schumanns berühmter Rheinischer Symphonie. Einzelne Räume sollen dem Komponisten, der in Düsseldorf Städtischer Musikdirektor war, seiner Frau Clara und den Kindern gewidmet sein.

Die Leitung des Museum mit einer Fläche von 650 Quadratmetern soll das nahe gelegene, von der Stadt getragene Heinrich-Heine-Institut übernehmen. «Ziel ist es, eine breite Zielgruppe zu erreichen und somit Menschen jeden Alters sowie mit und ohne Vorwissen für das Leben und Werk Schumanns zu interessieren», erklärte die Stadt

Das Gebäude war von 1852 an Wohnsitz des Musikerehepaars Robert und Clara Schumann und seiner sieben Kinder. Schumann selbst hatte in Düsseldorf dreieinhalb Jahre von 1850 bis zu seiner Einlieferung in eine Nervenheilanstalt bei Bonn gewohnt.

Schumann-Gedenkstätte

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