24. Mai 2016

Simon Rattle kämpft mit Beethoven für Jugendorchester

München (dpa) - Star-Dirigent Simon Rattle (61) kämpft mit Beethoven gegen das Ende des EU-Jugendorchesters. In der Münchner Residenz spielte der Brite am Dienstag mit dem Symphonieorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks aus Protest einen Teil von Ludwig van Beethovens Neunter Symphonie. 

Protestaktion
Der Dirigent Simon Rattle (von hinten zu sehen) dirigiert den Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Zeichen des Protests gegen die drohende Schließung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO) wurde Beethoven gespielt. Foto: Sven Hoppe
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«Wir spielen diesen kleinen Auszug (...) mit den Worten und der Musik, die die europäische Hymne waren - aus Protest und zur Unterstützung für dieses außergewöhnliche Orchester», sagte Rattle - und der Chor stimmte an: «Freude schöner Götterfunken». Dann ließ der Dirigent das Orchester mittendrin abbrechen. «Das ist ein ebenso schrecklicher Schnitt für Beethoven wie es einer für das Orchester ist. Die Frage ist nun: Was passiert als nächstes?»

Die Unterstützung für das Jugendorchester der Europäischen Union (EUYO) soll am 1. September auslaufen. Rattle vermutet dahinter eher einen «bürokratischen Alptraum» als eine bewusste Entscheidung.

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