Pulitzer-Preisträger
16. Oktober 2017

US-Dichter Richard Wilbur gestorben

Er wohnte nicht im Elfenbeinturm, sondern mischte sich ein: Jetzt ist der Dichter Richard Wilbur gestorben.

Richard Wilbur
Richard Wilbur 2006 in Cummington, Massachusetts, USA, in seinem Haus. Der US-Dichter starb im Alter von 96 Jahren. Foto: Nancy Palmieri
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New York (dpa) - Der US-Dichter, zweifache Pulitzer-Preisträger und ehemalige Laureat Richard Wilbur ist tot. Er starb am Samstag in einem Seniorenheim in Belmont im US-Bundesstaat Massachusetts, wie die «New York Times» unter Berufung auf seinen Sohn Christopher berichtete. Wilbur war 96 Jahre alt.

Der Dichter gewann den Pulitzer-Preis erstmals 1957 für den Gedichtband «Things of this World» und zum zweiten Mal 1989 für «New and Collected Poems».

Von 1987 bis 1988 war Wilbur Poet Laureate in den USA. Es ist ein Ehrenamt, dass jedes Jahr von der Kongress-Bibliothek in Washington vergeben wird. Der Lyriker war auch politisch engagiert. So unterzeichnete er 2003 mit einer Gruppe namhafter Dichter eine Anti-Kriegs-Petition aus Protest gegen die damalige Irak-Politik der Bush-Regierung.

Wilbur war auch als Übersetzer aus dem Französischen, Spanischen und Russischen tätig. Er schrieb zudem Kinderbücher und Operntexte. Der gebürtige New Yorker lehrte an renommierten Universitäten wie Harvard, Wesleyan, Smith und Amherst.

Bericht der "New York Times"

Richard Wilbur, Poetry Foundation

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