«Vita Duplex»
23. März 2018

Von wegen abstrakt - Sean Scully in Karlsruhe

Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien seit den 60er Jahren des Malers und Autors sind erst in Karlsruhe zu sehen. Im Mai 2019 geht die Schau nach Münster.

Sean Scully Ausstellung
Sean Scullys «Vita Duplex» aus dem Jahr 1993. Foto: Uli Deck
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Sean Scully Ausstellung
«The Bather» aus dem Jahr 1983 von Sean Scully. Foto: Uli Deck
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Sean Scully Ausstellung
«Landline Bend» (2016). Foto: Uli Deck
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Sean Scully Ausstellung
Großßformatig und bunt: Blick Ausstellung «Sean Scully. Vita Duplex». Foto: Uli Deck
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Sean Scully Ausstellung
«Arles-Nacht-Vincent» (2015). Foto: Uli Deck
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Karlsruhe (dpa) - Sean Scully (72), einem der international bedeutendsten Vertreter der Abstraktion, widmen Karlsruhe und Münster eine umfangreiche Werkschau. Von diesem Samstag an sind in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 130 Arbeiten zu sehen.

Das Besondere: Die Gemälde, Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien aus den 1960er Jahren bis heute werden vom Künstler kommentiert - in Skizzenbüchern, Notaten und Zitaten. Damit wird der in England aufgewachsene Ire mit US-Pass nach Angaben von Kunsthallen-Chefin Pia Müller-Tamm erstmals im deutschsprachigen Raum in seiner Doppelbegabung als Maler und Autor vorgestellt.

«Sean Scully. Vita Duplex» ist bis zum 5. August in Karlsruhe, ab Mai nächsten Jahres - modifiziert - im LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster zu sehen. Der Titel spielt auf ein Highlight der Schau an und auf seine Doppelbegabung. Gezeigt werden etwa das neue raumgreifende «What Makes Us», sein düsteres Meisterwerk «Durango» (1990), melancholische «Passenger»-Bilder und farbige «Landlines».

Scully ist Wanderer zwischen den Welten mit Ateliers in Bayern, Berlin, Barcelona und New York. Er bezieht sich auf Vorbilder wie Vincent van Gogh, Henri Matisse, Mark Rothko oder Jackson Pollock. Doch ob Gitter- oder Streifen-Bilder - seine Abstraktion ist emotional aufgeladen: «In den meisten meiner Bilder gibt es einen Kampf zwischen Hell und Dunkel. Oder zwischen Fröhlichkeit und Traurigkeit.»

Kunsthalle zur Schau

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