12. Dezember 2012

Autopsiebericht von Notorious B.I.G. freigegeben

Los Angeles (dpa) - Mehr als 15 Jahre nach dem ungeklärten Mord an dem Rapper Notorious B.I.G. hat sich die Polizei zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen. Die Ermittler in Los Angeles veröffentlichten den Autopsiebericht, der eineinhalb Jahrzehnte unter Verschluss war.

Entscheidende Neuigkeiten enthält das Papier nicht. Dennoch erhofft sich die Polizei neue Hinweise von Menschen, die damals mit dem Mord zu tun gehabt haben könnten.

Der 24-Jährige, der eigentlich Christopher Wallace hieß, war im März 1997 erschossen worden, als er gerade in einem Auto von einer Party in Los Angeles kam. An einer roten Ampel hielt neben ihm eine Limousine, dessen Fahrer das Fenster runterließ und aus einer Pistole viermal auf Wallace feuerte. Der Sänger, der auf dem Beifahrersitz saß, wurde schwer verwundet ins Krankenhaus gebracht und starb dort.

Nur ein halbes Jahr zuvor war sein Widersacher Tupac Shakur in Las Vegas auf ähnliche Weise getötet worden. Seitdem wird ein Zusammenhang vermutet, in der Szene wird offen über einen Racheakt gesprochen.

Dem Autopsiebericht zufolge wurde Wallace von allen vier Kugeln getroffen. Der tödliche Schuss - die vierte Kugel - drang durch seine Hüfte ein, verletzte Dickdarm, Leber, Herz und Lunge und blieb in der Schulter stecken. Dem Bericht zufolge hatte Wallace an dem Abend weder Drogen genommen noch Alkohol getrunken. Seine Familie hat inzwischen die Polizei aufgefordert, weitere Einzelheiten aus den Ermittlungsakten freizugeben.

Notorious B.I.G. war vor allem durch sein 1994 erschienenes Debütalbum «Ready to Die» und seine Zusammenarbeit mit den Sängerinnen Mary J. Blige und Lil' Kim berühmt geworden.

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