30. Mai 2012

Bluegrass-Legende Doc Watson mit 89 gestorben

Winston-Salem/New York (dpa) - Doc Watson, einer der einflussreichsten Countrymusiker der USA, ist tot. Der blinde Sänger und Gitarrist starb nach Angaben von CNN am Dienstag in einem Krankenhaus in Winston-Salem in North Carolina. Er wurde 89 Jahre alt.

Watson war in der vergangenen Woche am Darm operiert worden und hatte sich nicht wieder erholt.

Watson, als Baby erblindet, machte schon als kleiner Junge Musik und schrieb selbst Stücke, doch populär wurde er erst jenseits der 40. Dabei verdankt er seinen Erfolg vor allem der Rückkehr von der elektrischen zur akustischen Gitarre. Seine besondere Zupftechnik ist noch heute legendär. Den Spitznamen Doc - eigentlich hieß er Arthel Lane Watson - bekam er angeblich, weil bei einer Aufnahme niemand seinen Vornamen kannte und er nach dem Gefährten von Sherlock Holmes einfach «Doc» Watson genannt wurde.

Watson gehörte zu den bekanntesten und einflussreichsten Vertretern des Bluegrass, der Countryform aus den südlichen Appalachen um Tennessee, die vor allem durch Banjos geprägt ist. Er trat jahrelang zusammen mit seinem Sohn Merle auf, bis dieser 1985 bei einem Traktorunfall ums Leben kam. In Erinnerung an ihn schuf er das jährliche Musikfestival MerleFest. Doc Watson wurde zwischen 1973 und 2006 mit acht Grammy-Auszeichnungen geehrt, darunter 2004 für sein Lebenswerk.

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