16. Januar 2013

Britney Spears lässt Verlobung platzen

Los Angeles (dpa) - Mit ihm kam ein bisschen Ruhe in das skandalreiche Leben der Britney Spears. Nun aber ist die Verlobung mit ihrem Ex-Manager geplatzt. Auch beruflich will sich Spears verändern.

Britney Spears und Jason Trawick
Britney Spears und Jason Trawick wollen aber Freunde bleiben. Foto: Paul Buck
dpa

Die erste Ehe hielt gerade mal 55 Stunden, der zweite Versuch immerhin zwei Jahre. Doch «Oops!»: Zur dritten Ehe wird es - vorläufig jedenfalls - gar nicht erst kommen. «Oops!I Did It Again»-Sängerin Britney Spears (31) und ihr früherer Manager Jason Trawick (41) werfen ein Jahr nach ihrer Verlobung das Handtuch. «Jason und ich haben uns dazu entschlossen, unsere Verlobung aufzulösen», teilte die Sängerin am Freitag dem Promiportal «People.com» mit.

Dazu die in Hollywood übliche Beschönigung, dass sie aber weiterhin Freunde bleiben wollten. Aus ihrer zweiten Ehe mit Kevin Federline hat Spears zwei Söhne, Preston (7) und Jaden (6).

Nach dem Liebes-Aus mit Trawick schlägt die Sängerin auch beruflich neue Töne an. Ebenfalls am Freitag verkündete sie den Ausstieg als Jurorin bei der Talent-Show «The X Factor». Sie wolle für eigene Aufnahmen wieder ins Studio zurückkehren. «Ich kann es kaum erwarten, wieder aufzutreten und das zu tun, was ich am meisten liebe.»

Spears und Trawick waren seit 2009 zusammen, vor einem Jahr schwebten sie noch auf einer rosa Wolke. An seinem 40. Geburtstag im Dezember 2011 hatte Trawick um ihre Hand angehalten. «Bin so, so, so aufgeregt», twitterte die Spears damals. Eine Woche zuvor hatte Spears in der Karibik ihre erfolgreiche «Femme Fatale»-Welttournee beendet. Trawick war mit den kleinen Söhnen der Sängerin eigens nach Puerto Rico geflogen, um ihr zum Abschluss der Tour auf der Bühne zu gratulieren.

Mit Trawick kam ein bisschen Ruhe und Normalität in Spears' Leben, zumindest wirkte es so. Die langen Partynächte, Alkohol-Exzesse und schlagzeilenträchtigen Ausrutscher waren plötzlich passé. Geradezu ruhig wurde es um die frühere Pop-Prinzessin.

Drama und Erfolg hatte Spears schon genug im Leben. Schon mit elf Jahren stand sie als Moderatorin beim US-Sender Disney Channel im Rampenlicht, zusammen mit Justin Timberlake und Christina Aguilera. 1999 kam «Baby One More Time» heraus, damals das in den USA meistverkaufte Debütalbum einer Künstlerin. Immer wieder landete sie auf Platz Eins, auch ihr jüngstes Album «Femme Fatale» erreichte 2011 in 28 Ländern die Top Ten der Charts.

Privat war es eine Achterbahnfahrt mit vielen Talfahrten. Im Januar 2004 hatte die Sängerin in Las Vegas aus Jux ihren Sandkastenfreund Jason Alexander geheiratet - der Bund fürs Leben wurde nach 55 Stunden annulliert. Noch im selben Jahr gab sie Kevin Federline das Jawort. Nach zwei Jahren Ehe - und zwei Kindern - bekam der Tänzer 2006 per SMS den Laufpass.

Dann ging es für Spears schnell bergab. Mit einer Kahlrasur und Auftritten in ultraknappen Outfits sorgte die zweifache Mutter für Schlagzeilen. Es folgten abgebrochene Aufenthalte in Entzugskliniken und Verkehrsdelikte. Im Streit um die Kinder zog ein Richter in Los Angeles 2007 die Notbremse. Spears wurde das Sorgerecht für die Söhne abgesprochen. Die Boulevardpresse stempelte sie zur «schlimmsten Mutter Hollywoods» ab.

Nach einem Nervenzusammenbruch der Sängerin wurde Vater Jamie mit der Vormundschaft für seine kranke Tochter betraut. Das Urteil gilt bis heute, aber mehr auf dem Papier. Der Sorgerechtsstreit mit Ex-Mann Nummer zwei ist längst beigelegt. Spears hat ihre Karriere und ihre Rolle als Mutter offensichtlich wieder fest im Griff.

People.com

«The X Factor»

Mitteilung in Los Angeles Times

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