13. Dezember 2012

Rolling Stones singen für «Sandy»-Opfer

New York (dpa) - Die Opfer des Hurrikanes «Sandy» bekommen Hilfe von den Rolling Stones. Die Engländer, die gerade den 50. Geburtstag ihrer Band feierten, werden beim Benefizkonzert am Mittwoch im New Yorker Madison Square Garden mitmachen, teilten die Organisatoren mit.

The Rolling Stones
Die Rolling Stones helfen. Foto: Kerim Okten
dpa

Die Einnahmen des nach dem Veranstaltungsdatum «12-12-12» benannten Konzerts sollen den Millionen Opfern des gewaltigen Sturms zu Gute kommen, der Ende Oktober allein in den USA mehr als 100 Menschen das Leben gekostet hat.

Die Rolling Stones reihen sich in ein ganzes Bündel von Weltstars ein wie Bruce Springsteen und die E Street Band, Paul McCartney oder Eric Clapton. The Who, Roger Waters und Billy Joel sind ebenso dabei wie jüngere Gesichter, etwa Alicia Keys oder Kanye West.

«Es hat immer Wirbelstürme und es hat immer Zerstörungen gegeben. Aber diesmal ist es pure Verwüstung», sagte der aus Sayreville in New Jersey stammende Jon Bon Jovi. «Der Sturm dauerte einen Tag. Aber die Folgen erstrecken sich auf ein ganzes Leben.» Ihn habe berührt, wie die Leute zusammengehalten haben. «Es ist einzigartigen, wie Menschen in der Not zusammenfinden.» Auch Bon Jovi spielen am Mittwoch.

«Ich war während des Sturmes hier», sagte Billy Joel. «Boote lagen an Land, Häuser waren überflutet - es war beängstigend.» Es habe so viele Verwüstungen und so viele Opfer gegeben, «sogar die ganze Landschaft ist verändert». Es sei traumatisch gewesen. «Ich bin von Long Island und stolz darauf. So etwas zu sehen, kann einen am Boden zerstören.» Die Insel vor New York war besonders von «Sandy» betroffen.

«Die Küste von New Jersey ist etwas ganz besonderes. Da wohnen ganz viele Menschen aus der Mittel- und der Arbeiterklasse», sagte Bruce Springsteen. «Deren Häuser wurden einfach weggespült. Das zu sehen, ist so schmerzvoll, so schockierend.» Er habe Tage gebraucht, um die Zerstörung wirklich zu begreifen. «Die Küste ist etwas besonderes und das darf nicht einfach verschwinden.»

Das Konzert soll zu einem der meist verbreiteten Ereignisse der Fernsehgeschichte werden. Zwei Milliarden Menschen könnten das Ereignis verfolgen, hieß es. Der Abend werde allein in den USA von 34 Fernsehsendern übertragen, weltweit kämen noch einmal fast 30 dazu, darunter RTL. Fast 170 Radiosender in den USA strahlen das vierstündige Konzert aus. Zudem wird es nicht nur auf zwei Dutzend Websites live übertragen, sondern auch in Kinos in und um New York.

Details zum Konzert

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