21. März 2014

Shakira hat sich verändert

Barcelona (dpa) - Pop-Ikone Shakira feiert ein Comeback. Knapp vier Jahre nach «Sale el Sol» kommt ein neues Album der 37-jährigen Kolumbianerin heraus.

Shakira
Shakira hätte gerne noch mehr Kinder. Foto: Andreu Dalmau
dpa

Im Interview der Nachrichtenagentur dpa verriet Shakira, dass sie nach der Geburt ihres Sohnes Milan weitere Kinder haben möchte, beruflich aber auch «noch viel Hunger» hat. Und, dass sie eine Art «Countdown» braucht, um vor laufenden Kameras sexy zu sein.

Frage: Vier Jahre ist eine lange Zeit. Haben Sie sich seit der Veröffentlichung Ihres letzten Albums irgendwie verändert, sei es beruflich oder als Mensch?

Antwort: Ja, man kann sagen, dass ich mich verändert habe, dass ich nicht mehr alles um mich herum kontrollieren möchte, kein Kontrollfreak mehr bin. Ich nehme jetzt alles lockerer hin. Das hat unter anderem auch meinen kreativen Prozess verändert. Wenn es ein Lied gibt, das ich nicht geschrieben habe, das ich aber gut finde, dann sage ich jetzt: Okay, das kann in mein Album mit rein. Für die Wandlung ist vor allem Milan verantwortlich. Er hat mir viel beigebracht, sehr viel. Unter anderem auch, pünktlich zu sein.

Frage: Nach der Veröffentlichung des Videoclips «Can't Remember to Forget You» mit Rihanna gab es einige Kritik, vor allem von Konservativen und Feministinnen. Es hieß unter anderem, Sie würden sich zu sehr als Sexobjekt vermarkten lassen.

Antwort: Ich weiß nicht, ob bekannt ist, dass Gerard (der spanische Fußballspieler Gerard Piqué ist seit 2011 ihr Lebenspartner) sehr konservativ ist, und das, obwohl er noch sehr jung ist (27). Er erlaubt es nicht, dass ich Videos mit Männern drehe. Er hat sich aber das Video mit Rihanna angeschaut und gesagt, es sei elegant und kunstvoll. Er hat mir grünes Licht gegeben.

Frage: War es schwierig, während der Schwangerschaft fern der Arbeit und der Scheinwerfer zu sein?

Antwort: Nein, überhaupt nicht. Ich kann problemlos monatelang zu Hause bleiben und einfach nur Hausfrau oder Mutter sein. Aber ich habe noch viel Hunger. Ich will noch viel machen, mir selber noch viel beweisen.

Frage: Stimmt es, dass Rihanna während der Dreharbeiten zu «Can't Remember to Forget You» neidisch darauf war, wie sexy Sie sind?

Antwort: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rihanna in dieser Beziehung auf irgendjemanden neidisch sein kann. Es gibt auf der Welt keine Frau, die so sexy ist wie sie, Punkt. Ich kann weiß Gott auch sexy sein, brauche dafür aber einen Countdown. So etwas wie «Vier, drei, zwei, eins: Sei jetzt sexy, Shakira!» Rihanna braucht das nicht. Sie macht das ganz natürlich, aus dem Stand heraus. Da werde ich zum Fan, wie auch bei meiner Zusammenarbeit mit Beyoncé, und staune: «Wow, wie macht sie das?»

Frage: Zukunftspläne?

Antwort: Ich muss wohl bald auf Tour gehen. Ich weiß nur nicht so genau, wie ich das machen soll, da ich jetzt dieses kleine Baby habe. Ich nehme Milan aber auf jeden Fall mit, natürlich.

Frage: Werden Sie bei der WM in Brasilien sein? Und welchem Team werden Sie die Daumen drücken?

Antwort: Ja, ich nehme sozusagen als Groupie teil. Und im Idealfall kommen Spanien und Kolumbien ins Finale (lacht).

Frage: Haben Sie noch einen unerfüllten Traum?

Antwort: Ja, mit Gerard zehn Kinder zu haben. Ein ganzes Fußballteam, wie er es möchte (lacht). Nein, im Ernst, zwei oder drei will ich auf jeden Fall noch.

ZUR PERSON: Shakira verließ im kolumbianischen Barranquilla mit 13 die Schule, um Musikprofi zu werden. Schon mit 18 war sie in Lateinamerika bekannt. Mit ihrem fünften Studio-Album «Laundry Service» eroberte die Tochter eines Juweliers libanesischer Abstammung dann im Jahr 2001 Europa und die USA. Nach der Trennung von ihrem langjährigen Mann und Manager Antonio de la Rua lebt sie seit 2011 mit dem zehn Jahre jüngeren spanischen Fußballstar Gerard Piqué zusammen. Im Januar 2013 bekam das «Waka-Waka-Paar» ihr erstes Kind.

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