23. Juli 2013

Briten feiern Geburt des kleinen Prinzen

London (dpa) - Großbritannien hat die Geburt des ersten Kindes von Prinz William und Herzogin Kate am Dienstag ausgiebig gefeiert.

Geburt des Thronfolgers
Gratulanten vor dem St. Mary's Hospital in London. Foto: Andy Rain
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Geburt des Thronfolgers
Passanten freuen sich über die Geburt. Foto: Rick Findler
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Vor dem Palast
Unzählige Menschen haben sich vor dem Buckingham Palast in London versammelt. Foto: John Stillwell
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Geburt des Thronfolgers
Die britische Presse feiert den royalen Nachwuchs. Foto: Rick Findler
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Geburt des Thronfolgers
Kleine Monarchiefans in London. Foto: Rick Findler
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Aus aller Welt kamen Glückwünsche für den kleinen Jungen. Er rückt an die dritte Stelle der britischen Thronfolge.

Die Eltern von Herzogin Kate schauten als erste Besucher bei ihrem neugeborenen Enkelsohn im Krankenhaus vorbei. Carole und Michael Middleton kamen am Nachmittag mit einem Taxi vor der Londoner Klinik an. Die Middletons, die zum ersten Mal Großeltern wurden, lächelten kurz in die Menschenmenge, bevor sie hineingingen. Beim Verlassen der Klinik sagte Kates Mutter der BBC, ihr Enkelsohn sei «wunderschön». Vater, Mutter und Sohn gehe es sehr gut. Sie lehnte es ab, etwas über mögliche Namen für den Prinzen zu sagen.

Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte der britischen Königin Elizabeth II. sowie den jungen Eltern Prinz William und Herzogin Kate zur Geburt ihres ersten Sohnes. «Die Geburt des Thronfolgers ist sicherlich für Sie, Ihre Familie und das ganze Land ein großes und glückliches Ereignis. Möge ihm Glück und Gesundheit für alle Zeiten beschieden sein», hieß es in Gaucks Brief an die Queen, der am Dienstag veröffentlicht wurde. In einem weiteren Schreiben an William und Kate verwies Gauck darauf, dass die Nachricht auch in Deutschland mit großer Freude aufgenommen worden sei.

Russlands Präsident Wladimir Putin wünschte dem Baby «robuste Gesundheit». In Kanada, das zum Staatenbund Commonwealth gehört und Queen Elizabeth II. als Staatsoberhaupt hat, herrschte geteilte Stimmung: Euphorie im englischen, Zurückhaltung im französischen Teil. Einer der ersten Gratulanten war US-Präsident Barack Obama, der bereits am Montag «Freude und Segen» gewünscht hatte.

In London versammelten sich sowohl vor dem Krankenhaus, in dem Kate lag, als auch vor dem Buckingham Palast vom frühen Morgen an Schaulustige und Medien aus aller Welt. Die offizielle Geburtsanzeige vom Montag war weiterhin vor dem Palast zu sehen und sollte nach 24 Stunden am Abend wieder abgebaut werden. Am Zaun vor dem Gebäude reihten sich die Menschen in eine Schlange ein, um die Mitteilung auf der verschnörkelten goldenen Staffelei zu fotografieren.

Vor der Klinik hofften Schaulustige, die junge Familie erstmals zu sehen, wenn sie das Krankenhaus verlässt. Nach Angaben des Palastes sollte Kate frühestens am Abend entlassen werden, vielleicht aber auch noch bis Mittwoch in der Klinik bleiben. Prinz William hatte dort von Montag auf Dienstag übernachtet.

Traditionsgemäß wurden am Nachmittag 41 Salutschüsse im Green Park in der Nähe des Palastes abgefeuert. Gleichzeitig knallte es am Tower of London 62 Mal, während in Westminster Abbey die Glocken läuteten.

  Schaulustige und Journalisten vor dem Krankenhaus warteten zudem gespannt, ob Mitglieder der Königsfamilie dem Neugeborenen einen Besuch abstatten. Großvater Prinz Charles nahm wie geplant einen Auftritt in Yorkshire wahr und wurde dort von Gratulationen überhäuft. Seine Ehefrau Camilla sagte Reportern, Charles werde ein hervorragender Großvater sein.

William und Kate hatten angekündigt, den Namen des Babys «zu gegebener Zeit» bekanntzugeben. Bei William (31) selber und auch seinem Vater Prinz Charles hatte dies längere Zeit gedauert. Erwartet wird in den kommenden Wochen zudem ein offizielles Foto.

Danach könnte der Kleine länger aus dem Licht der Öffentlichkeit verschwinden, denn die Cambridges wollen sich so viel Privatsphäre wie möglich sichern. Spekuliert wird unter anderem, ob Kate mit dem Kind bei ihren Eltern in der Grafschaft Berkshire bleibt, wenn William in rund zwei Wochen zurück zur Arbeit als Pilot eines Rettungshubschraubers in Wales muss.

Britische Zeitungen druckten am Dienstag Sonderseiten zur Geburt. So änderte das Boulevardblatt «The Sun» («Die Sonne») seinen Titel in «The Son» («Der Sohn») um. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in London erstrahlen in den kommenden Tagen in Königsblau, unter anderem die Brunnen am Trafalgar Square sowie der Triumphbogen Marble Arch.

Am Montagabend hatten Hunderte Menschen vor dem Buckingham Palast und am Trafalgar Square die Nachricht von der Geburt gefeiert - bis heftige Gewitterschauer dem ein Ende setzten. Das erste Kind von William und der ebenfalls 31 Jahre alten Kate war am Montagnachmittag zur Welt gekommen. Verkündet wurde die Geburt am Abend.

Für die 87 Jahre alte britische Königin Elizabeth II. ist es das dritte Urenkelkind. Das vierte ist schon auf dem Weg: Enkelin Zara Philips ist schwanger und erwartet ihr Baby im Januar.

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