16. August 2012

Chelsea Clinton denkt über politische Karriere nach

New York (dpa) - Ihr Vater Bill war US-Präsident, ihre Mutter Hillary ist amtierende US-Außenministerin - und jetzt schließt auch die Tochter Chelsea Clinton (32) eine Karriere in der Politik nicht mehr aus.

Chelsea Clinton.
Chelsea Clinton hält ein Leben als Politikerin nicht mehr für unmöglich. Foto: Sergey Dolzhenko
dpa

«Ich glaube, dass es zu einem guten Menschen gehört, sich im politischen Prozess zu engagieren. Und ich glaube, dass wenn man die Welt besser machen will, starke Führungspersonen sich dafür einsetzen müssen», sagte Clinton der September-Ausgabe der US-«Vogue» in einem ihrer seltenen Interviews. «Früher habe ich immer versucht ein Privatleben in der Öffentlichkeit zu führen. Jetzt versuche ich, ein öffentliches Leben zu führen, das zielgerichtet ist.» Bisher habe sie einen Einstieg in die Politik immer kategorisch abgelehnt, sagte Clinton. Aber inzwischen denke sie anders darüber.

Zu ihren Eltern habe sie ein sehr gutes Verhältnis, sagte die 32-Jährige, die unter anderem als Reporterin für den US-Fernsehsender NBC und die Stiftung ihres Vaters arbeitet und an der New Yorker Columbia-Universität Politik unterrichtet. «Wir strengen uns wirklich sehr an, dass wir oft telefonieren und uns auch oft sehen können.»

Mit ihrem Ehemann, dem Banker Marc Mezvinsky, versuche sie, in New York ein normales Leben zu führen. «Mir ist es wichtig, die Straßen entlang zu laufen und zu hören, worüber die Menschen reden. Oder joggen zu gehen. Marc und ich gehen auch jeden Sonntags ins Kino, und wir fahren U-Bahn.» Auch Kinder seien geplant, sagte Clinton. Besonders ihre Mutter wünsche sich dringend Enkel. «Marc und ich reden oft darüber. (...) Jetzt arbeiten wir beide noch sehr viel, aber in ein paar Jahren, hoffentlich, wenn Gott es denn will. Und ich hoffe, meine Mutter kann so lange warten.»

Interview der «Vogue»

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige