18. Dezember 2012

Herzogin Kate ehrt Sportler

London (dpa) - Sportlich ist die frühere Hochspringerin und Hockeyspielerin Kate allemal, auch wenn es für die ganz großen Sprünge nicht reicht.

Sportpersönlichkeit des Jahres
David Beckham, Bradley Wiggins und Kate Middleton. Foto: David Davies
dpa

Bei der Ehrung für die «Sportpersönlichkeit des Jahres» stand die schwangere Frau von Prinz William dennoch im Mittelpunkt. Erstmals trat sie nach ihrem Klinikaufenthalt wegen Schwangerschaftsübelkeit wieder in die Öffentlichkeit, als sie den Radrennfahrer Bradley Wiggins mit dem Hauptpreis und Olympia-Organisator Sebastian Coe mit dem Preis für sein Lebenswerk auszeichnete.

Der Auftritt kam überraschend. Herzogin Kate hatte sich nach der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft und dem Aufenthalt im Krankenhaus zurückgezogen. Der Palast hatte kundgetan, Kate werde erst einmal keine öffentlichen Auftritte wahrnehmen. Die Ehrung der Sportler war der 30-Jährigen dann aber offenbar doch eine Herzensangelegenheit. Während der Olympischen Spiele im Sommer in London hatte Kate an der Seite ihres Mannes und anderer Mitglieder der Royal Family als Olympia-Botschafterin gewirkt und war fast täglich in einem der Stadien.

Die Herzogin überreichte in einem langen grünen Abendkleid an der Seite von Sportgrößen wie David Beckham oder Lennox Lewis den Hauptpreis an den Rad-Olympiasieger und Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins. Die Ehrung ist mit der deutschen Auszeichnung «Sportler des Jahres» vergleichbar.

Den Preis für sein sportliches Lebenswerk übergab Kate an Sebastian Coe, den Organisationschef von Olympia und Paralympics 2012 in London. Beide Ereignisse waren für die gastgebenden Briten außerordentlich erfolgreich verlaufen und vom ganzen Land frenetisch gefeiert worden. Coe war 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles als Leichtathlet selbst Olympiasieger über 1500 Meter geworden.

Kate war erst vor zehn Tagen aus einer Klinik in London entlassen worden, wo sie wegen schwerer Schwangerschaftsübelkeit behandelt wurde. Der Klinikaufenthalt war vom Freitod einer Krankenschwester überschattet. Die 46-jährige Mutter zweier Kinder war zuvor von einem Scherzanruf eines australischen Radiosenders überrumpelt worden, durch den vertrauliche Informationen über Kates Gesundheit an die Öffentlichkeit gelangten. Die Krankenschwester sollte am Montag in ihrer indischen Heimat beigesetzt werden.

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