13. April 2012

Apple verteidigt sich: E-Book-Monopol von Amazon gebrochen

Cupertino (dpa) - Apple sieht nach einer Klage des US-Justizministeriums wegen Preisabsprachen im amerikanischen E-Book-Markt keine Schuld. Der Vorwurf «illegaler Absprachen gegen Apple ist einfach falsch», erklärte ein Apple-Sprecher am Freitag.

Amazon
Amazon setzt nach wie vor auf das «Kindle»-Lesegerät für elektronische Bücher. Foto: Marcus Brandt
dpa

«Der Start des iBooks Store hat 2010 Innovation und Wettbewerb gefördert und die monopolistische Kontrolle der Verlagsindustrie durch Amazon gebrochen», hieß es weiter. Seitdem hätten Nutzer von digitalen Büchern mit mehr interaktiven Elementen profitiert.

Das US-Justizministerium und mehrere Einzelstaaten hatten Apple verklagt. Sie werfen den Unternehmen vor, die Preise für E-Books durch verbotene Absprachen hochgeschraubt zu haben. Drei Verlage gingen einen Vergleich ein, zwei weitere wollen an der Seite von Apple weiterkämpfen. Sie werfen Amazon vor, der Online-Einzelhändler habe bis zum Start von Apples E-Book-Plattform mit extrem niedrigen Kampfpreisen seine dominierende Marktposition verteidigen wollen.

Ist das Justizministerium erfolgreich, könnte dies den amerikanischen Buchmarkt umkrempeln: Amazon will dann wieder E-Books für 9,99 Dollar verkaufen und könnte damit die Abkehr der Leser von teureren gedruckten Büchern noch deutlich beschleunigen. Das Justizministerium beruft sich bei seinen Vorwürfen auf interne E-Mails und Treffen von Apple-Managern mit Verlagen.

Apple betonte, man habe lediglich den Verlagen erlaubt, selbst die Preise zu bestimmen, ähnlich wie es bei der Software für iPhone und iPad der Fall sei. Die Verlage hatten nach dem Start von Apples Buchshop auch Amazon in ein solches System gedrängt, und der Online-Einzelhändler konnte die Preise der E-Books nicht mehr nach Belieben festlegen.

Apple-Statement bei «All Things Digital»

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