14. März 2014

Blogger bekommen besseren Zugang zum Bundestag

Berlin (dpa) - Mehrere Blogger dürfen künftig wie Journalisten etablierter Medien aus dem Bundestag und seinen Ausschüssen berichten.

Sitzung des Bundestags
Mehrere Online-Berichterstatter haben in den vergangenen Tagen eine Jahresakkreditierung für den Bundestag erhalten. Foto: Daniel Naupold/Illustration
dpa

Mehrere Online-Berichterstatter haben in den vergangenen Tagen eine Jahresakkreditierung für den Bundestag erhalten. Zuvor hatte ihnen die Parlamentsverwaltung diese Akkreditierung verweigert.

«Warum uns die Jahresakkreditierung erstmal verwehrt wurde und wir diese jetzt bekommen, ist unklar», sagte am Freitag der Blogger Markus Beckedahl. Er betreibt mit Netzpolitik.org ein vielgelesenes Blog zum Thema Internetpolitik.

Die Verwaltung erklärte, die Regeln hätten sich nicht geändert. «Ob sich jemand als Blogger oder Journalist bezeichnet, spielt keine Rolle», teilte ein Sprecher mit.

Entscheidend sei, ob die Person hauptberuflich als Journalist arbeite. Für eine Akkreditierung müssten Journalisten ihren Presseausweis und Personalausweis vorlegen. Beckedahl hatte aber berichtet, dass ihm trotz seines Presseausweises die Jahresakkreditierung verweigert wurde.

Betroffen war auch Tilo Jung, der für das Videoformat «Jung und Naiv» regelmäßig Politiker interviewt. Am Donnerstag zeigte er ein Foto seines neuen Jahrespasses auf Twitter. «Es ist vollbracht», schrieb er. Allerdings müsse der Rest seines Teams weiterhin pro Tag einzelne Akkreditierungen beantragen, kritisierte er.

Twitternachricht von Tilo Jung

Weitere Twitternachricht von Tilo Jung

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