12. Oktober 2015

Datensammelei beim Sport, Schlafen und Arbeiten

Köln (dpa) - Der Soziologe Stefan Selke hat davor gewarnt, den Trend zur Selbstvermessung des eigenen Lebens nur als Spielerei abzutun. «Unser Menschenbild wird dadurch extrem maschinistisch», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

«Diese Zerlegung in Einzeldaten ist praktisch dasselbe wie die Zerlegung einer Kaffeemaschine in Einzelteile. Und die Illusion, die da mitschwingt, ist die völlige Austauschbarkeit von einzelnen Faktoren.» Selke arbeitet an der Hochschule Furtwangen.

Geräte, die Schritte zählen, den Schlaf analysieren oder den Puls messen, gelten seit einiger Zeit als Wachstumsmarkt. Sie zeigen in der Regel über eine App auf dem Smartphone die gemessenen Daten an.

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