01. März 2013

Deutscher Buchhandel fordert Amazon mit eigenem E-Reader heraus

Berlin (dpa) - Deutsche Buchhändler blasen mit einem eigenen E-Reader zum Angriff auf Branchenriesen wie Amazon. Auf einer Internet-Plattform sollen sich bei unterschiedlichen Händlern gekaufte elektronische Bücher sammeln und auf unterschiedlichen Lesegerät nutzen lassen.

Bisher habe es an einem offenen System gemangelt, mit dem Kunden nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden seien, sagten Vertreter von Thalia, Weltbild, Hugendubel und Club Bertelsmann am Freitag in Berlin. Die Buchhändler erwarten ein rasantes Wachstum des digitalen Buchhandels. Bis 2015 werde voraussichtlich ein Viertel der Bücher digital gelesen.

Bislang führt der amerikanische Anbieter Amazon den Markt der E-Books mit dem Kindle-Gerät an - Nutzer können aber nur Bücher lesen, die über die Amazon-Seite gekauft wurden. Die strategische Allianz der deutschen Buchhändler soll eine flexiblere Nutzung unterschiedlicher E-Book-Anbieter ermöglichen. Punkten wollen Thalia, Weltbild und Hugendubel auch mit persönlicher Beratung beim Kauf elektronischer Bücher in den Filialen.

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