22. April 2012

Gema-Chef sieht YouTube nun im Handlungszwang

Hamburg (dpa) - Nach ihrem Punktsieg gegen das Internet-Portal YouTube vor dem Hamburger Landgericht will die Verwertungsgesellschaft Gema keine Sperrung weiterer Musiktitel erwirken.

YouTube gegen Gema
YouTube muss mehrere von der Musik-Verwertungsgesellschaft Gema genannte Musiktitel aus seinem Angebot entfernen. Foto: Jens Büttner
dpa

Gema-Chef Harald Heker sagte dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel»: «Dieses Verfahren ist ganz bewusst ein Musterverfahren. Die Titel waren zufällig gewählt. Unsere Hoffnung ist, dass YouTube mit uns jetzt wieder ernsthaft verhandelt.» Entweder müsse die Videoplattform den Urheberrechtsschutz gewährleisten oder «einen sauberen Vertrag» schließen. Man sei verhandlungsbereit. «Wir wollen YouTube nicht verklagen, wir wollen einen Vertrag», sagte er dem «Spiegel».

Das Hamburger Landgericht hatte am Freitag entschieden, dass das Internet-Portal YouTube keine Videos zu Musiktiteln mehr bereitstellen darf, an denen die Gema Urheberrechte geltend gemacht hat. Dem Urteil wurde grundlegende Bedeutung für das Urheberrecht im Internet beigemessen. Es ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Urteil

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