19. Mai 2015

ADAC hält nichts von Null-Promille-Grenze für Autofahrer

München (dpa) - Der ADAC glaubt nicht, dass eine Null-Promille-Grenze für Autofahrer zu weniger Unfällen führt. «Alkoholunfälle passieren deshalb, weil sich Verkehrsteilnehmer über geltende Grenzwerte hinwegsetzen», sagte ADAC-Verkehrsjurist Markus Schäpe in München.

Null Alkoholtoleranz
Die Gewerkschaft der Polizei fordert eine Null-Promille-Grenze für Autofahrer. Foto: Paul Zinken
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Die Einführung eines neuen Grenzwerts löse das Problem nur scheinbar. Laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung (Dienstag) fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in ihrem neuen verkehrspolitischen Programm den strengen Wert für Autofahrer.

Statt der Einführung der 0,0-Promillegrenze muss es nach Ansicht von Schäpe der Polizei vielmehr möglich gemacht werden, das geltende Recht auch durchzusetzen. Die weitere GdP-Forderung nach einer deutlich abgesenkten Promillegrenze für Radfahrer unterstützt der Verkehrsjurist zumindest teilweise: «Ein Bußgeldtatbestand für Radfahrer wäre dagegen ein richtiges und wichtiges Signal.»

Bisher gilt in Deutschland für Kraftfahrer eine 0,5-Promille-Grenze. Nur Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren dürfen gar keinen Alkohol getrunken haben, wenn sie am Steuer sitzen.

ADAC-Info zu Alkohol im Straßenverkehr

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